London- das Abenteuer beginnt

Kaum zu glauben, aber die erste Woche meines einmonatigen London Aufenthaltes ist schon wieder vergangen. Ich weiß noch genau, dass ich vorgenau 7 Tagen extrem aufgeregt und auch verunsichert war. Die ersten Zweifel kamen auf, weil ich mir plötzlich nicht mehr sicher war, ob ich den richtigen Zeitpunkt gewählt habe oder doch lieber später den Sprachkurs hätte beginnen sollen. Am 31.07.2017 arbeitete ich meinen letzten Arbeitstag als Kinderkrankenschwester auf Station und genau 6 Tage später war mein Flug für das neue Abenteuer „London“ schon gebucht. Meine Worte zu meinen Freunden und meiner Familie waren wortwörtlich „Jetzt habe ich endlich frei und ich würde am liebsten den Sprachkurs stornieren, da ich einfach mal Zeit für meine Lieblinge und mich selbst hätte“. Oh mein Gott- ich bin so glücklich, dass ich dies natürlich nicht getan habe und auch den Aufenthalt nicht nach hinten verschoben habe. Gerade haben wir Freitagabend und ich bin am Überlegen, ob ich gleich mit ein paar Leuten auf eine Tropical Beach Party gehe. Ich muss sagen, dass ich nicht erwartet hätte, dass neben dem ganzen Unterricht noch so viel Freizeitprogramm von EF angeboten wird. Nicht nur Ausflüge zu bekannten Touristenzielen, sondern auch Angebote für das Nachtleben und somit für die etwas „älteren“ Schüler. Da ich eine  so große Nachfrage für einen Blogartikel erhalten habe (was mich übrigens total freut), gliedere ich euch meine erste Woche etwas auf und berichte über meinen Startin London.

Die Anreise/Ankunft:

Mein Flug startete am 06.08.17 schon am Morgen in Frankfurt, was ich ziemlich gut fand, da ich noch den ganzen Tag in London vor mir hatte und mich somit gut einfinden konnte. Als ich endlich am Airport Heathrow angekommen war, ließ ich alle neuen Eindrücke auf mich wirken und brauchte einen Moment, um mich erstmal zu orientieren. Dann kümmerte ich mich um meinen Koffer und hoffte in leichter Panik, dass ich jemanden von EF finde. Ich bin heilfroh, dass ich von EF einen Transfer dazu gebucht hatte, da man am Anfang ziemlich überfordert ist und meistens keine Muße hat, sich mit dem neuen Fahrsystem auseinander zu setzen, wenn man noch nicht mal die Richtung der Unterkunft kennt. Dies ist also meine erste Empfehlung, falls jemand eine Sprachreise bucht. Die pinken EF Schilder der Mitarbeiter waren am Ausgang des Flughafens nicht zu übersehen und ich wurde herzlichst empfangen. Mein Fahrer stand schon bereit und ich wurde zu meiner Residenz gefahren – dies dauerte ungefähr eine gute Stunde mit dem Auto, da in London der Straßenverkehr enorm ist. Ich habe mich übrigens für die Residence in den Ability Towern entschieden, da ich lieber mit gleichaltrigen Leuten für den Aufenthalt zusammen wohnen wollte, anstatt bei einer Gastfamilie zu wohnen. Zusätzlich bin ich es von zu Hause gewohnt, selbst zu kochen und möchte mich ehrlicherweise keinem Essrhythmus einer Familie anpassen müssen. Dies ist natürlich von Person zu Person verschieden und ich denke, dass eine Gastfamilie natürlich auch Vorteile haben kann.

Angekommen bei der Unterkunft, sammelten sich lauter Sprachschüler aus diversen Ländern in einem Raum und mussten warten, bis wir „einchecken“ konnten. Dies war ziemlich ungewohnt, weil man zu diesem Zeitpunkt nicht genau wusste, wie es weiter geht und mit fremden Schülern der verschiedenen Ländern zusammen saß. Die meisten waren etwas schüchtern (ich natürlich auch) und somit schaute eher jeder in sein Handy, was ich im Nachhinein ziemlich lustig finde. Ich erinnere mich, dass ich meinen Mädels nach gerade Mal 20 Minuten in WhatsApp geschrieben habe, dass ich wieder zurück möchte und mich unwohl fühle. Gerade muss ich allerdings grinsen, weil solche Gedankengänge mal wieder typisch „Ich“ sind. Kurze Zeit später begann eine Einführungs-Präsentation einer Mitarbeiterin über Regeln der Unterkunft und anderen wichtigen Dingen. Danach erhielt jeder seinen Zimmerschlüssel und die Aufregung begann erneut. Nachdem meine Mitbewohnerin mir die Tür aufmachte, mich sogar in Deutsch begrüßte, war ich ziemlich happy. Die anderen Bewohnerinnen kommen aus Taiwan, Frankreich und Italien. Unsere Residenz umfasst 2 Schlafzimmer (ein Doppelzimmer, ein 3-Bett Zimmer), jeweils ein Bad, ein Wohnzimmer und eine Küche. Die Küche ist mit einer Waschmaschine, einem Kühl- und Tiefkühlschrank, einem Backofen/ Herd, einer Mikrowelle, einem Mixer, einem Toaster, Wasserkocher und sogar einer Spülmaschine ausgestattet.

Die erste Schulwoche:

Jetzt kommen wir zu dem Abschnitt, der wahrscheinlich die meisten Leute interessiert: Der Ablauf der Schulung, der dazugehörige Stundenplan und all diese Dinge.

Am ersten Tag (Montag) trafen wir uns bereits um 8:30h in der Schule. Hier fuhr ich gemeinsam mit ein paar anderen EF Schülern (man findet ziemlich schnell Anschluss) zur Schule nach Waterloo. Wir luden uns zunächst die App „Citymapper“ runter, welche einer der hilfreichsten Apps in London für alle Bahn und Busverbindungen ist. Diese zeigt einem auch offline die besten Verbindungen und ist ganz easy zu bedienen. An der U-Bahn Station zogen wir uns zunächst eine Oystercard, was generell für die ganze Fahrerei am unkompliziertesten ist. Ich habe beispielsweise eine Travel Oystercard für einen Monat (Zone 1+2), welche man auch wochenweise kaufen kann, wenn man kürzer vor Ort ist. Mit diesem Zonengebiet deckt man die wichtigsten Bezirke ab und hat keinen unnötigen Stress, sich andauernd Guthaben auf seine Oystercard zu buchen. Das Gute ist, dass man sich jeden Tag spontan überlegen kann, ob man nun mit dem Bus oder der Bahn fährt. Meist ist man mit den Buslinien länger unterwegs, aber sieht dafür einen Teil der schönen Stadt.

Die bunten Türen sind in ganz London verteilt und jeden Morgen bewunder ich sie auf dem Weg zur Schule:

Nun startete endlich die Einführung. Die Schule befindet sich in der Nähe der U-Bahn Station „Waterloo“ und der Fußweg dorthin ist traumhaft. Überall sind süße Häuschen mit bunten Türen, wie man es von London gewohnt ist. Damit man am nächsten Tag in einen Unterricht nach seinem Sprach-Level eingeteilt werden kann, fand vor Ort ein mündlicher Sprachtest in gemischten Zufallsgruppen statt. Den schriftlichen Teil „The Placement Test“ hat man zuvor zu Hause schon online erledigt. Montag Abend um 19h war es dann soweit: Die Stundenpläne wurden auf der EF APP (welche jeder benötigt) eingeblendet. Hier wird einem das Englisch Level sowie die jeweiligen Tage (Zeiten, Lehrer, Raum) angezeigt. Die erste Stunde startet jeden Tag frühestens um 09:10h und die letzte Stunde endet um 18:30h. Ich habe das Glück, dass ich meistens zur ersten Stunde starte und somit gegen Mittag oder Nachmittag Schule aushabe. Donnerstag und Samstag starte ich allerdings erst später und habe somit bis abends Unterricht.

Ein Beispiel meines Stundenplans:

Zusammenfassend dienten die ersten Tage für mich als Eingewöhnung, da man viel mit Einkäufen sowie der Orientierung der ganzen Bahn- und Busverbindungen beschäftigt war. Von Tag zu Tag fühlt man sich in der Stadt wohler und weiß genau, welche U-Bahn Richtungen man zu diversen Orten nimmt. Ein paar Bars (vor allem Londoner Rooftop Bars wurden an den ersten Abenden getestet).

Sightseeing gehört in der ersten Zeit natürlich ganz touristisch dazu. Wir haben uns somit in den ersten Tagen den Big-Ben angeschaut, der momentan leider renoviert wird und deshalb nicht in seiner vollen Pracht zu bewundernist. Zusätzlich haben wir den Ausflug mit dem Bestaunen des größten Riesenrads Europas „London Eye“ verbunden. Wir haben dieses nur betrachtet, möchten aber kommende Woche auf jeden Fall den tollen Ausblick von der Höhe (135 Meter) genießen. 

Ansonsten war ich am Mittwochabend mit den Sprachschülern bei einer Bootsparty von EF. Das Boot startete um 19:30h beim Pier von Waterloo und legte gegen 23:00h wieder an. Die Zeit verging wie im Flug und es machte riesen Spaß ein paar Stunden auf gute Musik zu tanzen und mit anderen Schülern etwas Party auf der Themse zu machen. Der Ausblick bei Nacht war einfach gigantisch.

Das erste Wochenende „musste“ich für ein Festival nach Deutschland zurück fliegen und werde somit hier bei keinerlei Aktivitäten teilnehmen. Da ich am Montag aber schulfrei habe, habe ich einen Ausflug nach Notting Hill mit den Mädels geplant. Meine „Clique“ besteht aus 4 Mädels, die alle ausverschiedenen Ländern stammen, was ich ziemlich aufregend und cool finde.

Ich hoffe, dass euch meine Zusammenfassung der ersten Woche in London gefallen hat 🙂

Mein letzter Beitrag zu LONDON: „Ich bin dann mal weg

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Eure @_healthymichelle 🙂

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