Eine Ernährung ohne WEIZEN – eine Qual?

Inzwischen haben die meisten Leser schon mitbekommen, dass ich mich seit gut 2,5 Jahren komplett weizen- und sojafrei ernähre. Auslöser war meine plötzlich auftretende Nahrungsmittelallergie. Durch Blutuntersuchungen wurde dies bestätigt und mir wurde eine Karenzzeit empfohlen. Dies bedeutet, dass man die Lebensmittel zunächst komplett aus der Ernährung streichen muss. Inzwischen hat mein Körper sich wieder beruhigt und ich könnte mit großer Sicherheit kleine Mengen Weizen wieder zu mir nehmen, ohne allergische Reaktionen zu erleiden. Allerdings habe ich recht schnell gemerkt, wie gut diese Ernährungsform meinem Körper tut und hatte nach ein paar Wochen schon keinerlei Verlangen mehr danach. Oftmals werde ich gefragt, wie ich es denn schaffe, mich so „diszipliniert“ ohne WEIZEN zu ernähren? Für mich hat eine weizenfreie Ernährung nichts mit Disziplin zu tun, es handelt sich eher um eine Gewohnheit. Wenn ich Appetit auf etwas Süßes verspüre, kann ich ja genauso Schokolade und Eis wie andere essen, nur halt mit einer kleinen Einschränkung, wie die beispielsweise enthaltenen Keksstückchen. Wir Menschen sind bekanntermaßen Gewohnheitstiere und jede Umstellung benötigt ihre Zeit, bis es im Kopf auch wirklich „Klick“ macht. Es ist zwar immer leichter gesagt als getan, aber ein Start mit einem Versuch wäre schon mal die richtige Richtung. Ein Raucher, der zum Nichtraucher wurde, schaffte dies ja auch nicht innerhalb einer Woche ohne Höhen und Tiefen im Sinne von Gelüsten. Für mich war der „Bonus“ vorhanden, Angst vor einer erneuten allergischen Reaktion zu haben und somit vereinfachte dies mein Vorhaben die Karenzzeit konsequent durchzuziehen. Allerdings muss ich ehrlich sein und betonen, dass ich große Startschwierigkeiten hatte und mir jeden Tag wünschte, dass alles nur ein Traum sei. Von heute auf morgen ins „kalte Wasser“ geschmissen zu werden ist nichts Schönes, jedoch sehe ich inzwischen an meiner Allergie etwas Positives. Meine Kombination der Allergien ist zwar leider ein „richtiger Jackpot“, weil in sehr vielen glutenfreien Produkten automatisch Soja als Ersatz enthalten ist. Ich bin froh, dass die Auswahl in Supermärkten oder im Internet an weizenfreien Produkten bei uns gegeben ist, wahrscheinlich weil mittlerweile ein anderes Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung herrscht, als das von vor einigen Jahren. Ich verspreche euch außerdem, dass ihr inzwischen in jedem Restaurant ohne langes Suchen etwas weizenfreies finden werdet. Ich bin nämlich eine Person, die super gerne unterwegs essen geht. Der Trend führt uns heutezutage vermehrt zu einer gesünderen Ernährungsweise. Großartig finde ich zusätzlich, dass es sogar schon glutenfreie Bäckereien gibt, in denen es an Leckereien wie Stückchen, Kuchen, Brötchen im Sortiment nicht fehlt – es ist immer eine Sache des Erkundens. Wenn sich ein Einzelner mit glutenfreien Produkten nicht auseinandersetzt, dann wird er Vorurteile dagegen entwickeln und direkt zu der Menge von Personen gehören, die nur die Nase bei dem Wort „weizenfrei“ rümpfen. Etwas, das viele Menschen immer noch nicht verstehen, ist der Unterschied zwischen „glutenfrei“ und „weizenfrei“. Ich liste euch im Folgenden ein paar bekannte Lebensmittel zum Vergleichen auf, damit ihr nicht durcheinander kommt!

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Getreide Alternativen für WEIZEN (enthalten zum Teil Gluten) :

  • Dinkel
  • Kamut
  • Roggen
  • Hafer
  • Buchweizen

Glutenfreies Getreide:

  • Buchweizen
  • Teff
  • Mais
  • Kastanie
  • Quinoa
  • Amaranth
  • Hirse
  • Kartoffeln
  • Reis

Diese Getreide enthalten Gluten:

  • Weizen
  • Dinkel
  • Grünkern
  • Roggen
  • Tritikale
  • Gerste
  • Hafer (Nach neuen Erkenntnissen wird aber Hafer von der überwiegenden Mehrzahl der Betroffenen vertragen, jedoch nur, wenn er sortenrein ist und gesondert für Personen mit Zöliakie angebaut und verarbeitet worden ist und somit nicht mit anderem glutenhaltigen Getreide verunreinigt wurde. Dieser Hafer wird als „glutenfreier Hafer“ gekennzeichnet)

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Ist euch mal aufgefallen, dass Produkte mit Weizen mittlerweile den Alltag der meisten Menschen dominieren? Bei vielen taucht Weizenmehl in irgendeiner Form in praktisch jeder Mahlzeit auf, ohne sich darüber bewusst Gedanken zu machen. Weizen ist ein Getreide und meist ist dies in unseren Köpfen als „gesund“ abgespeichert, besonders wenn man beim Backen „Weizenvollkornmehl“ anstatt „Weizenmehl“ benutzt. Nun muss ich euch aber enttäuschen: Das ursprüngliche Weizen, welches wir von unseren Großeltern kennen, hat leider nichts mehr mit dem heutigen, modernen und angezüchteten Weizen zu tun. Man muss aufpassen, dass man nicht immer wieder in das Muster fällt, das angeblich gesunde Weizen mit dem genetisch veränderten Weizenkorn von heute zu vergleichen. Ich kann euch allen das Buch „Weizenwampe“ ans Herz legen, weil dort werden sehr interessante Fakten und Vergleiche eines Mediziners aufgezeigt, welcher sich ewig mit diesem Thema beschäftigt hat.

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Warum ausgerechnet Weizen? Es gibt so viele gesündere Alternativen wie Buchweizen-, Hirse-, Leinmehl-, Quinoa-, Kokos-, Mandelmehl und vieles mehr. Es gibt gefühlt tausende gesunde Rezepte ohne Weizen, bei denen niemand einen Unterschied schmeckt. Man muss sich selbst nur mit dem Thema befassen und dann ist alles Möglich.

Ich möchte allerdings nicht, dass ihr denkt, dass ich hier jemanden bevormunden möchte. Jeder von uns ist ein Individuum und hat seine eigene Ernährungsgewohnheiten (egal ob „gesund“ oder „ungesund“). Mir geht es ausschließlich um das eigene Wohlbefinden und mit diesem kurzen Blogbeitrag möchte ich die Menschen animieren, sich mehr Gedanken über die eigene Gesundheit zu machen. Wenn du jemand bist, der noch nie Probleme mit seiner Ernährung hatte und sich pudelwohl fühlt, dann solltest du auch nichts ändern! 🙂 Jeder soll sein Leben leben, sich nichts von anderen Personen einreden lassen und einfach Inspirationen auf sich wirken lassen. Vor allem bei Menschen, die schon Ewigkeiten mit Misserfolg auf Diät sind, kann ich diesen Selbsttest nur empfehlen. Nächste Woche werde ich einen weiteren Blogbeitrag über die gesundheitlichen Auswirkungen von Weizen hochladen.

Eure @_healthymichelle 🙂

5 Kommentare zu “Eine Ernährung ohne WEIZEN – eine Qual?

  1. Ich habe eine kurze Frage. Ich habe seit langem öfters mir einem Blähbauch zu kämpfen, also morgens ist er nicht da aber kommt ziemlich schnell dann am Tag wieder. Kann das an irgendwelchen Unverträglichkeiten liegen? oder auch einfach das Milchprodukte oder Weizen einem nicht so gut tun – also der Verdauung?
    Danke schonmal. 🙂

    1. Das kann aufjedenfall sein! Ist sehr oft ein Hinweis 🙂 Vor allem bei Milchprodukten. Du kannst ja mal ein paar Tage ein Ernährungstagebuch führen und auf deinen Bauch dabei achten. Wäre über einen Bericht gespannt

  2. Hallo Michelle! Ich finde deinen Blog fantastisch! Ich bin gerade dabei meine Ernährung umzustellen und fitter zu werden, da ich seit einem Jahr an Rückenschmerzen leide. Hast du irgendwelche Fitnesstipps für einen starken Rücken? Außerdem habe ich seit einiger Zeit Probleme mit der Verdauung und einen Blähbauch. Könnte die Umstellung auf eine Ernährung ohne Weizen, dies reduzieren?

    Danke schon mal für all die tollen Tipps auf deinem Blog! Mach weiter so!Ich versuche nun seit kurzem, auch einen Blog aufzubauen und würde mich freuen, wenn du mal reinschauen könntest 🙂 Würde dein Feedback sehr zu schätzen wissen 🙂

    Lg Laura

  3. Hey liebes ich habe eine Fruktose und Sorbit Intoleranz,
    Ich habe auch schon die Karenzphase gemacht, aber nichts wird besser. Ich esse fast nur noch Reis, Dinkelbrötchen und Milchprodukte. Aber es wird nicht besser (Ich habe keine anderen Allergien Intolernazen oder sonst was. ) kannst du mir da was empfehlen?

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