„Michelle reloaded“ – wer es nicht riskiert, hat schon verloren

Manchmal hat man im Leben gewisse Schlüsselmomente, die vielleicht nur für eine kurze Zeit anhalten, aber wenn man diese Schlüsselmomente erkennt und die Möglichkeit, die sie bieten, ergreift, dann können sie das eigene Leben für immer verändern. Diese Momente entstehen durch prägende Situationen und plötzlich merkt man: Ich muss etwas ändern! Ich würde niemals behaupten, dass ich momentan unglücklich bin, sondern ganz im Gegenteil: Ich ziehe zur Zeit mein eigenes Ding durch und merke, dass es mir dadurch viel besser geht. Ich habe gelernt, mich abzugrenzen und nicht alle belastenden Vorkommnisse zu sehr an mich ran zu lassen. Allerdings befinde ich mich in einer Phase, in der ich ziemlich viel umkrempele und somit meine Zukunft auf eine gewisse Art und Weise verändere. Vielleicht entscheide ich diverse Dinge auch aus dem Bauch heraus, aber ich bin mir sicher, dass dies gut so ist. Manche Affektreaktionen können Menschen wirklich bereichern und müssen nicht immer nur negativ ausgehen. Ihr kennt bestimmt alle den Spruch: „Man bereut nur die Dinge, die man nicht getan hat“? Es gibt meiner Meinung nach nichts Schlimmeres, als in ein paar Jahren zurück zu blicken und sich zu fragen: „Warum habe ich mich nicht getraut, etwas zu ändern“? Da wir Menschen Gewohnheitstiere sind, tendieren wir meistens dazu, den simpleren und einfacheren Weg zu wählen. Im Jahr 2017 wird alles anders werden und ich durchbreche diesen Teufelskreis! 😀

Lange Rede, kurzer Sinn – ich rücke endlich mit der Sprache raus.

Ich habe meinen Job als Kinderkrankenschwester gekündigt und starte in ein „neues Leben“! 🙂

Dies hat keinesfalls damit zu tun, dass mir der Beruf nicht mehr gefällt, sondern ich einfach mal eine Auszeit benötige. Eine Auszeit, um zu merken, was ich wirklich möchte. Mit meinen 23 Jahren stehen mir alle Türen offen, denn in 5 Jahren kann ich mein ganzes Leben lang immer noch im Krankenhaus oder in einer Arztpraxis tätig sein. Allgemein muss ich anmerken, dass es die beste Entscheidung war, nach meiner Ausbildung als Kinderkrankenschwester in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie zu beginnen. Dies ist genau die Fachrichtung, die mich interessiert, aber ganz sicher wird das auch noch in ein paar Jahren so sein. Dann wird es genug Möglichkeiten geben, um sich gegebenenfalls auch noch etwas weiter zu spezialisieren. Seit Ende des letzten Jahres wollte ich auf der Arbeit meine Arbeitszeit schon auf 70% oder 80% reduzieren, aber das war bis jetzt leider aus personellen Gründen noch nicht möglich gewesen.

Von Monat zu Monat habe ich immer mehr bemerkt, dass ich einfach so gut wie keine freien Tage mehr habe. An den Tagen, an denen ich nicht ins Krankenhaus musste, habe ich am Blog gearbeitet, Bilder vorbereitet oder war sogar des Öfteren auf Events unterwegs. Teilweise bin ich sogar nach den Nachtdiensten ohne Schlaf zu Firmenveranstaltungen gefahren, was leider auf Dauer ziemlich anstrengend ist. Nun ist der Punkt gekommen, an dem ich mich frage, warum ich das alles mache? Klar, mein Team und meine Chefin bei der Arbeit sind perfekt und ich versuche es immer allen Leuten recht zu machen und habe zusätzlich Angst, dass ich diese Entscheidung bereuen könnte. Diesmal versuche ich, so schwer es mir auch fällt, komplett an mich und meine Gesundheit zu denken. Ich möchte vielleicht anfangen zu studieren oder einfach auf Reisen gehen. Zudem möchte ich nicht andauernd Familienfeiern verpassen oder meine Freunde vernachlässigen. Diese sind nämlich meine höchste Priorität und in der Vergangenheit musste ich leider auch oft erleben, dass die gemeinsame Zeit, die man mit geliebten Menschen verbringen kann, schneller vorbei sein kann, als man es sich wünscht. Wir leben leider viel zu oft nur für die Arbeit und vergessen dabei, wie schön die Freizeit sein kann. Natürlich muss man an seine Finanzen denken und nicht jeder kann sich einfach mal eine Auszeit erlauben. Dadurch, dass ich jahrelang gespart habe und mir die große Chance gegeben wird, mit dem Bloggen und ggf. einem zusätzlichen Nebenjob mein Geld zu verdienen, ist dies möglich. Darüber bin ich natürlich wirklich glücklich und schätze es sehr, weil ich weiß, dass es nicht selbstverständlich ist. In den nächsten Monaten bin ich nach wie vor durch die Kündigungsfrist, die ich auf keinen Fall verkürzen möchte, weiterhin in der Klinik tätig. Mal schauen, ab wann dann genau mein „neues Leben“ beginnt. 🙂

Eure @_healthymichelle 🙂

 

 

 

 

 

 

6 Kommentare zu “„Michelle reloaded“ – wer es nicht riskiert, hat schon verloren

  1. Hi Michelle!
    Meinen allergrößten Respekt vor diesem Schritt, du hast vollkommen recht mit dem was du geschrieben hast!! Das Leben ist einfach zu kurz dafür und man hat nur das eine! Ich will später auch nicht zurückblicken und denken hättest du nur..

    Wünsch dir auf deinem weiteren Lebensweg nur das allerbeste und solange du bei Instagram und Snapchat bist werde ich auf diesem Weg begleiten! 😉

    Lg
    Norman

    1. Hi Norman,

      vielen Dank- ich kann dir bei allen Punkten einfach nur zustimmen. Über deine Nachrichten auf Snapchat und Instagram freue ich mich natürlich weiterhin 🙂

      Schönenes Wochenende,
      Michelle

  2. Liebe Michelle,
    Du hast es sehr schön in Worte zusammen gefasst und ich bin mir sicher es wird der richtige Schritt gewesen sein! Alles Liebe und Gute weiterhin, du wirst das alles sowieso sehr gut meistern

    1. Liebe Inga,

      das ist wirklich super lieb von dir 😉
      Ich hoffe natürlich auch, dass es der richtige Schritt gewesen ist.

      Ich wünsche dir ein sonniges Wochenende,
      Michelle

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