Meine Erholungsreise nach Thailand 

Nachdem die Anfrage so hoch war, habe ich mich an diesen Beitrag gesetzt und hoffe, dass ich euch damit ein paar kleine Inspirationen oder Tipps geben kann. Es freut mich wirklich total, dass mich zahlreiche Nachrichten erreicht haben und ihr meinem Urlaub auf Snapchat, Instagram und meinem Blog gefolgt seid! 🙂

Seitdem ich als kleines Kind mit meiner Familie in Thailand war, habe ich mir immer wieder gesagt, dass ich einen so traumhaften Ort erneut besuchen möchte. Leider sind so gut wie alle Erinnerungen an damals erloschen und ich habe nur noch ein paar wenige Erlebnisse des Urlaubs in Erinnerung. Der Fluss am Resort, die Litschi Bäume mit den Riesenfrüchten, die gegrillten Bananen am Strand sowie eine Mofatour sind dennoch abgespeichert geblieben und haben mir Feinweh nach diesem Urlaubsort bereitet. So kam es dazu, dass meine Mädels und ich im Sommer 2016 uns für diese Reise entschieden haben. Da wir auf der sicheren Seite sein wollten, buchten wir für jeden geplanten Reiseort eine feste Unterkunft. Sogar den Inlandsflug haben wir gebucht. Wir sind einfach nicht die klassischen Backpacker, die auf große Überraschungen stehen. Ich persönlich zahle lieber ein paar Euros mehr, anstatt in einer „ranzigen“ Unterkunft zu hausen oder stundenlang nach einem Hostel suchen zu müssen.

Unsere zeitliche Aufteilung: 3 Nächte in Bangkok, 4 Nächte in Koh Phangan und 7 Nächte in Koh Samui.

13. Januar 2017: Der Tag ist gekommen und wir sind alle super aufgeregt. Über Weihnachten und Silvester hatte ich auf der Arbeit keinen Urlaub und deshalb habe ich seit Dezember die Tage gezählt, bis es endlich soweit war. Frei zu haben ist ja meistens nicht vollkommen entspannend, weil man in seinem Alltag trotzdem nicht zur Ruhe kommt oder doch noch spontan bei der Arbeit einspringen muss. Das Einzige, was mich an diesem Tag gestört hat: Es ist FREITAG, der 13.! 😀 Zusätzlich stürmte es eine Nacht davor in Deutschland so stark, dass am geplanten Flugtag morgens 50 Maschinen am Flughafen nicht gestartet sind. Da ich an extremer Flugangst leide, hat sich die Angst vor dem Fliegen oder unangenehmen Turbulenzen dadurch natürlich noch verstärkt.

Gerade sitze ich im Flugzeug und die Zeit vergeht wortwörtlich wie im Flug. Wir schweben laut der Karte auf einem Bildschirm irgendwo in der Nähe von Abu Dhabi und ich muss deshalb an den bekannten Film „Sex and the City“ denken. Hier gibt es sowieso eine riesige Auswahl an deutsch- und englischsprachigen Filmen, die sogar einigermaßen aktuell sind. Die Filme „Bad Moms“, „The Holiday“ und „Bridget Jones Diary“ (Comedy) kann ich euch empfehlen.

Heute haben wir Samstag, den 14.01.2017 und wir haben inzwischen in unser Hotel in Bangkok eingecheckt. Die Sonne scheint und es ist einfach ein Traum zu wissen, dass ich gleich im Bikini am Pool liegen werde. Oftmals habe ich gehört, dass die Luftfeuchtigkeit erdrückend hoch sein soll, aber für mich ist dieses Klima einfach perfekt. An unserer Haut merken wir das, da sie fast direkt so schön geschmeidig ist, wie noch nie zuvor. In Deutschland habe ich regelmäßig Probleme mit trockener Haut und rauen Lippen.

Geldwechsel: Bereits am Flughafen (Frankfurt) haben wir ein paar unserer Euros in Baht umgetauscht, da wir Angst hatten in Bangkok keinen Wechselautomaten am Flughafen zu finden. Das war natürlich absoluter Quatsch und deshalb rate ich euch, dies nicht in Deutschland zu machen, da dort der Wechselkurs schlechter ist, als in Thailand. Ein weiterer Tipp, der von Anfang an wichtig ist: Lasst euch nicht von den Taxifahrern veräppeln und handelt den Fahrpreis runter oder vereinbart direkt einen Festpreis.

Nachfolgend schildere ich euch die schönsten, spannendsten und erwähnenswerten Erlebnisse unserer Reise, gegliedert nach den einzelnen Orten, um euch eine bessere Übersicht zu verschaffen.

Wir haben übrigens keine festen Touristentouren gebucht, da wir lieber spontan und abhängig vom Wetter und unserer Laune die Ziele aussuchen wollten und nicht nach im Vorhinein festgelegten Zeitpunkten. Mit den „Tuk Tuk“ Autos und Taxis kann man sowieso überall günstig hin transportiert werden.

BANGKOK:

Chatuchak Weekend Market: Wenn ihr die Gelegenheit dazu habt an einem Wochenende in Bangkok zu sein, solltet ihr euch den Besuch auf diesem Markt keinesfalls entgehen lassen. Der Chatuchak Weekend Markt beansprucht den Titel des größten Open Air Marktes der Welt für sich. Wir sind direkt am Morgen (gegen 10 Uhr) hin gegangen, damit es noch nicht so überlaufen ist. Die Stände haben um diese Uhrzeit nach und nach geöffnet, was wir als Vorteil empfanden. Bis zum Mittag haben wir uns auf dem Markt aufgehalten: Man kann schön durch die Gänge schlendern, etwas essen und frische Smoothies genießen. Natürlich gibt es jede Menge Souvenirs, Kleidung und alles, was das Herz begehrt. Bei der gigantischen Anzahl von 10.000 Ständen findet man wohl nach einer gewissen Zeit alle Dinge, die man sich zuvor in den Kopf gesetzt hat. Das frisch zubereitete Kokoseis kann ich euch zusätzlich sehr empfehlen. Es wird an vielen Ständen angeboten und umgerechnet zahlt man für eine große Portion ungefähr einen Euro.

  • „Tuk Tuk“ fahren: Kaum ein Verkehrsmittel wird so sehr mit Thailand in Verbindung gebracht wie das Tuk Tuk. Leider nutzen die Thailänder diese Tatsache aus und versuchen einen zu 99% abzuzocken. Für uns Deutschen hören sich die Preis zwar immer noch günstig an, weil man automatisch alles mit unserem Euro vergleicht, aber das sollte man nicht tun. Man sollte immer versuchen zu handeln oder ansonsten nicht ins erstbeste Tuk Tuk einsteigen. Allerdings hat es bei uns auch nicht immer geklappt und so haben wir innerhalb weniger Tage einen Haufen Geld für Taxis und Tuk Tuks ausgegeben. Meistens haben wir etwas gehandelt und das hat uns dann gelangt. Ich bin nun mal zum Urlaub machen in Thailand gewesen und da möchte ich nicht jede Minute „diskutierend“ ans Geld denken. Tuk Tuk fahren macht auf jeden Fall eine Menge Spaß, aber ist auch nichts für schwache Nerven. Wie in Thailand auf den Straßen Auto gefahren wird, kann wahrscheinlich fast kein Land toppen. Wenn ich das schon sage, die sonst im Straßenverkehr eine Raserin ist, könnt ihr mir das auf alle Fälle glauben. Blinken oder andere Verkehrsregeln gibt’s dort anscheinend nicht. Es quetschen sich sogar Menschen zu viert auf einen Roller, überholen auf jeder Spuren und niemanden interessiert es. Die Tuk Tuk Fahrer finden das eher amüsant und schauen belächelnd zu, wie sich die Touristen verkrampft im Fahrzeug festkrallen. Trotzdem ist diese Variante meiner Meinung nach noch schöner als Taxi fahren, weil man das tolle Wetter genießen kann und zudem schneller unterwegs ist. Ein bisschen Risiko gehört eben dazu und man muss sich einfach im Klaren sein, dass die Thailänder das Verkehrschaos gewohnt sind. Für dieses Bild hat uns der Fahrer sein Tuk Tuk kurz ausgeliehen. Zeitdruck hat niemand und die Taxifahrer und auch die Menschen generell sind dort mehr als entspannt.

  • Khao San Road: Diese Straße ist eine sehr bekannte Touristenstraße, weil sie von mehreren Kneipen, Restaurants, Übernachtungsmöglichkeiten, Straßenhändlern, Foodständen (Garküchen) sowie Schneidereien und anderen Händlern/Shops umgeben ist. Wenn ihr erst einmal in Bangkok ankommen seid und euch ein Bild vom thailändischen Essen machen wollt, dann ist diese Straße perfekt für euch. Vor allem die vielen Obststände waren für mich super. Man sollte sowieso die das vielfältige Angebot an frischen und exotischen Früchten ausnutzen.

  • Bangkok by night: Abends ist jede Menge los auf den Straßen Bangkoks. Erkundigt euch nach den gigantischen Dachterrassen (beispielsweise Sky Bar). Wir waren auf der Dachterrasse unseres Hotels (31. Stockwerk des Hilton Mellenium), was absolut traumhaft war. Ebenfalls ist abends Chinatown zu empfehlen, wir kamen jedoch leider aus Zeitgründen nicht mehr zu einer Besichtigung. Stattdessen hielten wir uns bei „Pat Pong“ auf, aber dies zählt zu den 3 bekanntesten Rotlichtvierteln von Bangkok. Ehrlicherweise wussten wir dies nicht und wurden überrascht. Vorsicht vor einer Abzocke! Wir wurden in eine „Ping Pong Bar“ gedrängt, wollten dort nach 5 Minuten und einem Getränk wieder raus gehen uns mussten 5200 Baht (140 Euro) zahlen. Mit diesem Geld könnte man normalerweise tagelang gut in Thailand speisen und Ausflüge planen. Allerdings sollte man in solchen Vierteln lieber nicht diskutieren, bevor so eine Angelegenheit schlimmer wird. Deshalb haben wir ohne großartig zu zögern gezahlt. Wir haben uns zwar geärgert, aber haben uns letztendlich gesagt, dass es eine Erfahrung wert war. Die Frauen in so einer Bar stehen nackt auf der Bühne und feuern Ping Pong Bälle aus ihren Vaginas durch die Gegend… Des Weiteren saugen sie beispielsweise Wasser mit ihrem Geschlechtsteil auf und spritzen es auf die Zuschauer, was wir natürlich super eklig fanden. Weiter geht es mit rauchenden Zigaretten oder Fäden, was alles mehr als unästhetisch war. Aber gut, so ist das nun einmal. Wenn ihr die Straße weiter lauft, kommen auch noch ganz viele tolle Bars, in denen man dann ohne Abzocke für 100 Baht Cocktails oder Smoothies schlürfen kann. An Essensangeboten mangelt es auch hier wieder nicht.

  • Food Loft: Hier findet ihr in einem Shoppingcenter in der oberen Etage eine Auswahl von über 20 internationalen sowie thailändischen Restaurants. Ihr erhaltet eine elektronische Karte (wie bei Vapiano) und alles, was ihr euch in dieser Etage an Essen und Getränken bestellt, wird darauf gebucht. Man bestellt sich am Stand der einzelnen Restaurants seine Mahlzeit und speist dann im Gruppenraum. Das ist eine gute Idee, weil sich so jeder für seinen liebsten Essensstand entscheiden kann und dennoch alle beim Essen zusammen sitzen können. Ich empfehle euch das Eis: einfach super lecker. Zum Abschluss haben wir uns bei Starbucks einen Kaffee geholt und das war unser (leider) einziger Besuch einer Starbucks Filiale.

Ansonsten haben wir den letzten Tag komplett am Pool verbracht, weil es einfach toll war, die knallende Sonne zu genießen. Wir haben ja nicht umsonst so ein tolles Hotel gebucht, um dann nur unterwegs zu sein. Den Königspalast wollten wir uns zwar auch unbedingt anschauen, aber dazu kamen wir nicht mehr. Einen Besuch würde ich euch bei vorhandener Zeit natürlich ans Herz legen. Bekannt ist ebenso der „Floating Market„, von dem uns abgeraten wurde, da dieser zu überlaufen sei.

Dienstagmorgen ging es nun weiter nach Koh Phangan. Um dort hin zu gelangen mussten wir zunächst von Bangkok nach Koh Samui fliegen, da dort der einzige Flughafen ist, der zu den Inseln führt. Der Flug dauerte zum Glück nur etwa eine Stunde. Der Flughafen auf der Insel ist einfach super süß. Es gibt nur ein Gepäckband für alle Flüge, die ankommen. Dies liegt in einer kleinen Hütte, also halb in der Natur. Danach wurden wir mit einem kleinen Bus zur Fähre gebracht. Die Tickets (400 Baht) kauft man sich vor Ort am Flughafen – ganz easy geregelt. Da wir mit Unwetter zu kämpfen hatten, war die anschließende Fahrt mit der Fähre für uns Mädels ein Horrortrip.

Das Meer war extrem unruhig und so schwankte das Schiff ziemlich stark, so dass viele Leute etwas beunruhigt waren. Als wir endlich ankamen, waren wir mehr als erleichtert. Leider schüttete es in Strömen und das war unsere Begrüßung in Koh Phangan. Verfroren und mit schlechter Laune ließen wir uns zu unserem Resort („The Coast Resort“) fahren und hofften , dass sich das Wetter besseren würde. Angekommen im Resort waren wir mit einem guten Essen schon wieder etwas besänftigt. Ein Sturm zog allerdings auf und Unwetter in Thailand kann man keineswegs mit „Stürmen“ in Deutschland vergleichen. Das wurde uns jetzt deutlich klar. Nichts für Angsthasen! 😀

KOH PHANGAN:

Am nächsten Tag erkundeten wir die Straßen von Koh Phangan und waren erschrocken darüber, wie ärmlich die Menschen dort leben. Es streunern dort viele Straßenhunde herum, welche total abgemagert sind. Dreck findet man leider auch in allen Ecken. Schon nach einem Tag haben wir verstanden, wie gut es uns zuhause geht. Es ist sehr wichtig diesen Umstand zu erkennen. Die Thailänder sind trotz ihrer armen Lebensverhältnisse die höflichsten Menschen überhaupt und man merkt, dass sie glücklich mit ihrem Leben sind. Das kommt schnell zum Vorschein.

Ich gehe jetzt nicht ins Detail, was wir tagtäglich unternommen haben, aber liste euch ein paar Orte als Inspiration auf:

Top Rock Bar: Es gibt in Koh Phangan mehrere Bars, die weit oben in einem Baumhaus liegen und deshalb einen tollen Ausblick über den Bäumen bieten. Am Abend genossen wir bei thailändischem Essen den Sonnenuntergang mit einer gigantischen Aussicht – so kann man einen Abend perfekt ausklingen lassen.

  • Phangan Wasserfall + naheliegender View Point: Das war der allerbeste und aufregendste Tag des ganzen Urlaubs. Ein Besuch des Phaeng Wasserfalls kann ich jedem einfach nur empfehlen. Wir haben uns mit einem Tuk Tuk hinfahren lassen und sind dabei teilweise durch einen Dschungel gefahren. Man kann den ganzen holprigen Weg zur Quelle des Wasserfalls entlang wandern. Zwischendurch kann man sich immer wieder im Wasser abkühlen und die traumhafte Atmosphäre genießen. Wir haben etwas Action gesucht und sind ein paar Felsen über dem Wasser entlang geklettert. Das hat uns große Freude bereitet. Nehmt euch auf jeden Fall genügend Zeit für dieses Naturwunder. Wir haben mit dem Taxifahrer einfach 3,5 Stunden vereinbart und das hat für den Wasserfall, den Viewpoint und sogar ein schnelles Essen im Restaurant zur Stärkung danach gereicht. Nachdem wir uns im Wasserfall schön abgekühlt haben, sind wir weiter zum View Point gewandert. Der Pfad war ganz schön steil und wir kamen fast an unsere Grenzen, da es an diesem Tag ziemlich heiß war. Wie ihr aber auf den Bildern sehen könnt, lohnt es sich durchzuhalten für diesen sagenhaften Ausblick:

  • Three Sixty Bar: Dies ist eine weitere Bar mit einem tollen View Point. Uns hat es dort hin verschlagen, weil eine der bekanntesten und besten Reggae Live Bands „Job 2 Do“ an jenem Abend aufgetreten ist. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt – ein langes Konzert im Freien mit Blick auf das Meer. Die Tänzerinnen und die Bühnenshow waren sehr außergewöhnlich, etwas, was man in Deutschland nicht einfach so zu sehen bekommt. Danach wurde bis spät in die Nacht noch weiter gefeiert. Die Musik war am Ende zwar nicht mehr so unserem Geschmack entsprechend, aber man muss ja auch nicht bis morgens versacken :P. Die Musik des Sängers Job Bunjob ist klasse. Die Band tritt vorwiegend bei inländischen Reggae- und Ska Festivals auf und ist seit dem Song „Doo Ter Tam (Doo Doo Doo)“ aus dem Album „No War“ (veröffentlicht im Jahr 2005) nicht nur bei den Einheimischen, sondern auch bei Touristen die bekannteste thailändische Reggaeband. Diesen Song durften wir natürlich auch live mit erleben. Da wir an diesem Abend von den Tänzen sowie der Bühnenshow so beeindruckt waren, haben wir nur tausende Videos mit dem Handy gemacht. Leider erkennt man deshalb auf den unteren Bildern nicht allzu viel, weil diese nur Screenshots aus den Videos sind ;D Es wird wohl Zeit, dass ihr euch selbst so eine tolle Show anschaut 🙂

  • Für Abends: Am letzten Abend wollten wir nochmal tolle Party Stimmung direkt am Meer genießen. Deswegen haben wir die „Cactus Bar“ am Hadwin Beach besucht. Dort tranken wir gemütlich unser erstes Getränk, tanzten und lauschten der Musik. Koh Phangan war während unserer Besuchszeit relativ „leer“, weil keine der bekannten Full Moon Partys in unserem Zeitfenster lag. An diesem Abend haben wir allerdings einige Touristen mehr als sonst gesehen, was uns Freude und eine gute Stimmung bereitete. Am Strand konnte man gut abdancen, sich gemütlich hinsetzten und natürlich auch zahlreiche Shows, wie beispielsweise eine Feuershow, anschauen. Nach einer Weile haben wir uns entlang der Strandpromenade bewegt und ließen uns mit einer Shisha gemütlich auf Sitzkissen sacken. Da habe ich meinen gefühlt hundertsten Wassermelonen- Smoothie getrunken. Aufregend war, dass die Meereswellen an diesem Abend besonders hoch waren. Für Leute, die immer noch nicht genug von der Feierei hatten, fuhren trotz des gefährlichen Wellengangs regelmäßig Speedboote zur benachbarten Insel, wo laut Aussagen die Party kein Ende nimmt („Eden After Party“). Das war dann etwas für die ganz Harten – vor allem auch für die, die keine Angst haben, wenn das Boot mal zwischenzeitlich fast senkrecht auf dem Meer steht und die Leute von der Insel aus erstaunt dabei zuschauen.Alles in Allem ist die Insel echt zu empfehlen. Auch ohne Roller kommt man ohne großen Aufwand schnell von Ort zur Ort. Das einzige erschreckende an der Insel fanden wir den Umgang mit Drogen und deren Verherrlichung. Von Anfang an war uns zwar klar, dass die Polizei in Thailand keineswegs mit der deutschen vergleichbar ist, aber derartige Regelbrüche sieht man selten. Wir haben öfters spaßend in unserer Clique betont, dass wir uns am besten ein Schild mit der Aufschrift „No Drugs“ umhängen müssten, weil wir so oft angesprochen und gefragt wurden, ob wir Drogen kaufen möchten. 😀Nun kam der Tag, an dem wir uns mit der Fähre wieder nach Koh Samui begeben haben. Dieses Mal schien zum Glück die Sonne und das Meer war ruhig und schön klar.

Koh Samui:

In Koh Samui haben wir uns eine Ferienvilla mit Blick auf das Meer gemietet, um die letzte Woche entspannen zu können, ohne auf ein Hotelservice angewiesen zu sein. Da einige Inseln Thailands (Koh Samui mit inbegriffen) kurz vor unserer Anreise mit Überschwemmungen kämpften, war der Ort leider etwas menschenleer und wir haben uns teilweise wie die einzigen Menschen dort gefühlt. 😀 Normalweise ist die Gegend ausgebucht, weil es eine große Anzahl an tollen Attraktionen und Ausflugsorten gibt.

  • Na Muang Waterfall + Namunag Safari Park: Wenn ihr auf Wasserfälle und Natur steht, kann ich euch raten diesen Wasserfall zu besuchen. Wasserfälle sind vor allem während und nach der Regenzeit einen Besuch wert; in der Trockenzeit herrscht auf Koh Samui Wassermangel. Bei uns war zum Glück jede Menge Wasser vorhanden. Die Wasserfälle werden in „Wasserfall 1“ und „Wasserfall 2“ aufgeteilt. Wir haben uns für den zweiten entschieden. Es wird angeboten, mit Safari Autos zur Quelle des Wasserfalls zu fahren, wir haben uns fürs Laufen entschieden. Es geht zwar immer wieder steil bergauf, aber dafür wurde extra ein Wanderweg angelegt und es ist einfach super schön die Umgebung zu betrachten. Einen Besuch ist es wie gesagt wert, allerdings hat uns der „Phaeng Wasserfall“ auf Koh Phangan viel besser gefallen. Der Safari Park ist im gleichen Ort und dort haben wir uns ehrlicherweise nicht allzu viel angesehen. Es werden viele Tiershows vorgeführt, allerdings wollten wir dafür kein Geld zahlen, weil uns nicht klar war, ob es sich hierbei um Tierquälerei handelt oder nicht. Auf das Elefantenreiten habe ich trotz großer Lust aus diesem Grund auch verzichtet. Stattdessen haben wir uns einige Bananen am Stand gekauft und die Elefanten damit gefüttert. Die waren wahnsinnig süß und es hat uns jede Menge Spaß gemacht.

  • Als wir einen sonnigen Tag erwischten, nutzen wir die Gelegenheit für einen Strandtag. Wir entschieden uns für den traumhaften „Lamai Beach“, weil dieser Strand anscheinend sehr beliebt ist. Dort war auch viel mehr los als an „unserem Strand“ und die Wellen waren toll. Stundenlang sind wir durch die Wellen gesprungen, haben gegrillten Mais am Strand gegessen und einfach nur Sonne getankt. Bei den Strandverkäufern könnt ihr frische Ananas oder Mais umgerechnet für lediglich ein paar Cent kaufen. Diese werden direkt vor euch zubereitet. Falls ihr dann Hunger auf eine größere Mahlzeit bekommt oder eine Erfrischung sucht, gibt es den Strand entlang lauter Restaurants und Bars mit günstigen Angeboten. Die Happy Hour Angebote lohnen sich.

  • Hin Ta und Hin Yai Felsen: Den Ausflug zu den bekannten Großvater und Großmutter Felsen sollte sich natürlich keiner entgehen lassen. Wir haben diesen Trip mit dem „Lamai Beach“ kombiniert, da die Felsen in der Nähe liegen. Wie ihr auf den Bildern schon sehen könnt, erinnern die Felsen an die männlichen und weiblichen Geschlechtsteile, was auch auf Bildern lustig aussieht. Der Ausblick auf das Meer ist gigantisch und einzigartig. An der Straße, die zu den Felsen führt, findet ihr wieder viele Souvenir Shops. Zusätzlich gibt es ganz viele Stände mit Kokosnusseis. Ich bin im Urlaub davon ein großer Fan geworden und habe mir bei jeder Gelegenheit eins geholt. Nahe gelegen der Felsen findet ihr die „Freedom Rock Bar“. Hier könnt ihr direkt über den Felsen ein Getränk oder auch Menü genießen. Die Atmosphäre ist sehr entspannt und perfekt für einen kurzen Rast zwischen den Bäumen (die Bar wurde wie ein Baumhaus zwischen Bäumen und Felsen erbaut).

  • Big Buddha: Der Tempel ist eine Attraktion, die jedermann mit Koh Samui verbindet. Als wir ihn besuchten goss es leider in Strömen, aber wir konnten trotzdem alles erkunden. In Realität wirkt der Buddha viel riesiger als auf Bildern im Internet. Im Bereich davor findet man wieder zahlreiche Souvenir Geschäfte.

  • Deutscher Biergarten bei Joachim: Dies ist keine wirkliche Sehenswürdigkeit, aber ich berichte euch trotzdem davon, da wir zwei Mal dort zu Besuch waren. Falls ihr mal eine Pause vom thailändischen Essen benötigt, könnt ihr in diesem Biergarten deutsche Kost verspeisen. Das schöne daran ist, dass der Besitzer vor über 20 Jahren in Deutschland (Mannheim) gewohnt hat und seitdem er ausgewandert ist in Thailand lebt. Somit könnt ihr euch mit ihm auf deutsch verständigen und eventuell den einen oder anderen Tipp geben lassen.

  • Fisherman’s Village (am BOPHUT BEACH): Abends verwandelt sich die Hauptstraße, die nur tagsüber von Autos befahren wird, in eine Lifestyle und Einkaufsmeile. Die Straße beginnt mit ganz vielen Essensständen aller Art und man kann sich wirklich nicht entscheiden, wo man sich etwas holen soll. Am besten besucht ihr die Straßen mit großen Hunger oder Appetit 🙂 Danach findet ihr lauter Souvenir Stände. Wir waren am letzten Abend dort und haben uns extra nochmals zum Geldautomaten begeben, da unser Geld direkt leer war. Wir haben uns super süße Tassen, Armbänder, Magnete, Räucherprodukte, Haarspangen und weitere Dinge zugelegt. Zusätzlich könnt ihr euch von vielen Feuershows sowie Singakts begeistern lassen und gemütlich euren Cocktail in der Menge schlürfen. Falls ihr schon immer eine Karikatur von euch haben wolltet, findet ihr hier ganz viele günstige Angebote. Die Maler machen dies wirklich spitze.

   

In meiner „To Do“ Liste war noch ein Ausflug zum Nationalpark aufgelistet, weil die Bilder, die man davon im Internet sieht, einfach gigantisch wirken. Leider hat das Wetter am Ende des Urlaubs nicht mehr mitgespielt und wir haben diesen To-Do-Punkt nicht abhaken können. Bei meinem nächsten Thailand Trip wird ein Park dieser Art aber ganz sicher mit eingeplant. 🙂

Witzig sind beispielsweise auch Unterwasserkameras. Hier könnt ihr auch bei etwas schlechteren Wetter euren Spaß im Pool haben. Falls ihr im Meer tauchen wollt, ist dies ja sowieso zu empfehlen.

 

Damit ich im Urlaub auch ohne Fitnessstudio etwas fit bleibe, habe ich auf Koh Samui ein paar Challenges mit der App „3Dots“ (https://3dots.fitness/fitness/) absolviert. Da wir jede Menge Zeit hatten und es mir einfach Spaß bereitet, hat sich das ganz gut angeboten. Hier seht ihr ein „Beweisbild“ für die „Powerwalk Challenge“, welches man nach der jeweiligen Challenge in seinem Profil hochladen kann. Ihr könnt euch die App im Appstore einfach kostenlos runterladen und direkt los legen! Ich absolviere beispielsweise schon seit einem Monat diverse Challenges und baue dies als kleine altägliche Motivation ein. Falls ihr dies bezüglich Fragen habt, könnt ihr mir jederzeit gerne schreiben. 

Der Tag der Abreise ist schneller gekommen als erwartet und wir wären gerade am Ende, als die Sonne auch vermehrt zum Vorschein kam, gerne noch eine kleine Weile länger geblieben – wer würde das schon nicht? 😀 Der Rückflug nach Bangkok verlief ohne Turbulenzen oder andere Probleme. Auch der Flug von Bangkok nach Frankfurt verlief reibungslos.

Wichtiger Tipp ganz am Ende: Lasst euch massieren! Es lohnt sich 🙂 Ihr werdet nirgendswo stundenlange Massagen (egal ob Ganzkörper oder nur die Füße) für umgerechnet 5 Euro bekommen. Dies war wirklich total entspannend.

Genau vor 3,5 Wochen sind wir gelandet und ich habe mich im kalten Deutschland wieder eingelebt. Tagelang hatte ich ganz starke Probleme mit einem Jetlag, was ich nicht erwartet hätte. Ich musste mich ganz schön durch die Tage quälen- c’est la vie.

Ich hoffe, dass euch der Beitrag gefallen hat. Ich freue mich über eure Kommentare! Bei Fragen stehe ich euch natürlich gerne zur Verfügung. 🙂

Eure @_healthymichelle 🙂

 

9 Kommentare zu “Meine Erholungsreise nach Thailand 

  1. Hey Michelle!

    Ein wirklich sehr interessanter Beitrag mit vielen schönen Bildern, toll gemacht und geschrieben! 🙂

    Mach weiter so!

    LG Norman

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