We are a TOUGH MUDDER – 18 Km Hindernis Lauf

OLYMPUS DIGITAL CAMERALetztes Wochenende beteiligten sich meine Freundinnen und ich am weltweiten Tough Mudder Lauf in Wassertrüdingen (www.toughmudder.de). Der Ort ist etwa 230 km von meinem Wohnort entfernt, allerdings wollten wir schon seit Jahren bei diesem Lauf mit dabei sein und entschlossen uns deshalb relativ spontan zum Kartenkauf. Alle Leute, die mich kennen, wissen, dass ich keine große Joggerin bin, aber mir wurde des Öfteren gesagt, dass es bei diesem Lauf hauptsächlich um die 20 Hindernisse sowie das Gruppengefühl geht. Tough Mudder ist ein 16-18 Kilometer langer Hindernislauf und es ist wichtig zu wissen, dass es keinen Gewinner, kein Siegertreppchen und keine Zeitmessung gibt. Es geht in keinen Fall darum, wie schnell du die Strecke bewältigen kannst, sondern vielmehr um Teamarbeit und Zusammenhalt. Es wird von den Veranstaltern mehrmals betont, dass Tough Mudder kein Rennen – sondern eine Herausforderung ist. Es erwarten einen: die zu laufenden Kilometer, haufenweise Schlamm, holprige Waldwege, 40 Tonnen Eis und 20 abenteuerlich lustige Hindernisse. Die Hindernisse begannen beispielsweise mit einem riesigen Heuballen, der erklettert werden musste und endete kurz vor der Ziellinie mit Stromschlägen von 10.000 Volt. Und dazwischen waren sehr viele Hindernisse mit Wasser eingebaut. Lustig, dass man am Anfang nicht voller Schlamm werden wollte und plötzlich am Ende von Kopf bis Fuß voller Dreck ist. Irgendwann war die Hemmschwelle wahrscheinlich so herunter gesetzt, dass man vor Euphorie dies gar nicht mehr bemerkt hat.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAAlso hatte ich mich überreden lassen und fuhr in großer Aufregung hin. Das Beste ist noch, dass wir einen Abend zuvor am jährlichen Oktoberfest in Frankfurt (an der Commerzbank-Arena www.frankfurter-oktoberfest.de ) teilnahmen. Die Stimmung ist dort immer so toll, dass ich dieses Event natürlich nicht absagen wollte. Alkohol habe ich bis auf etwas Sekt vermieden, damit es morgens keine faulen Ausreden beim Aufstehen geben konnte. Unser Glück war, dass solche Feste sowieso um 24 Uhr spätestens zu Ende sind und wir somit um die 4- 5 Stunden Schlaf ergattern konnten. Um 7:15 Uhr mussten wir aber schnell losdüsen, damit wir noch mit der letzten Tough Mudder Runde starten konnten. Wir waren aufgrund mehrerer Staus zwar etwas spät dran, haben jedoch nur das Aufwärmtraining in der Gruppe verpasst. Vor dem Start wurde das Team noch etwas motiviert, was wirklich ein tolles Gruppengefühl entstehen ließ. Schon nach den ersten fünf Minuten wussten wir, dass dieser Tough Mudder Lauf nicht der Letzte gewesen sein wird. Typisch für mich war, dass ich schon vor der Startlinie beim Aufwärmen direkt hingefallen bin und wir uns vor Lachen nicht mehr einkriegen konnten. Die Leute hinter mir haben sich gefragt, wer diese tollpatschige Frau ist :D.

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Als es dann endlich los ging, kam uns der Weg bis zum ersten Hindernis extrem lang vor und wir waren durch den holprigen Waldweg extrem schnell aus der Puste. Wir haben uns alle gefragt, was wir hier machen und ob wir dies durchhalten werden. Da wir eine wasserdichte Kamera hatten (konnte sich jeder Läufer kostenlos ausleihen), was ich übrigens richtig toll finde, nutzen wir die anfängliche Zeit für ein paar coole Fotos. Nach dem ersten Hindernis haben wir etwas Motivation getankt und nun verging die Zeit wie im Flug. Das hört sich komisch an, aber ich hätte im Ziel nie gedacht, dass wir mehrere Stunden unterwegs waren. Die Hindernis Abstände wurden kürzer, es gab immer wieder Trinkstationen und man kam mit Leuten ins Gespräch. Der Tough Mudder Lauf ist nicht vergleichbar mit einem Marathonlauf, bei dem es keine Pausen und Gespräche gibt. Man steht zwischendurch nämlich auch mal an Hindernissen an und deshalb hat man genug Zeit zum Verschnaufen und sich mit den anderen Teilnehmern zu unterhalten. Die Hindernisse sind teilweise mehr als herausfordernd und nur für Leute mit einem harten Kern geeignet. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich nicht alles getraut habe und dies auch nicht schlimm finde. Ich bin im Nachhinein einfach froh, dass wir ans Ziel kamen und mit dabei waren. Für nächstes Jahr habe ich mir fest vorgenommen, davor besser zu trainieren und auch ein paar Hindernisse mehr zu absolvieren. Das beste Gefühl ist immer noch, endlich in der Ziellinie angekommen zu sein und sich zu denken „endlich haben wir es geschafft!“. Dort gab es reichliche Getränke, Riegel und andere Energiefüller. Natürlich hat auch jeder ein T-Shirt und ein Stirnband erhalten.

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Ich hoffe, euch hat mein kurzer Beitrag gefallen! 🙂

Eure @_healthymichelle

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