Mein neues „ICH“ – ohne Stress & DIÄTEN das Leben genießen

Ich bin das beste Vorzeigebeispiel für gefühlte 1000 Diäten bzw. verschiedene Essformen, die ich seit meiner Pubertät ausprobiert habe. Ich erinnere mich noch ganz genau, wie ich schon mit 13 Jahren mit meinen Mädels die neuesten Zeitschriften gekauft habe, wir uns darüber austauschten, zusammen Germanys Next Topmodel schauten und Diättipps umsetzten. Teilweise waren wir „cool“, wenn wir zusammen eine Diät durchführten und auf Süßigkeiten bewusst verzichteten. In einer gewissen Weise ist es in jungen Jahren auch ganz normal, seinen Körper richtig wahrzunehmen und anderen Menschen bzw. den ersten Jungs gefallen zu wollen. Es gibt nur immer eine Schwelle, die dauerhaft nicht überschritten werden sollte.

„Trennkost, Schlank im Schlaf, Kohlsuppendiät, Heilfasten, Low Carb, Weight Watchers, Vegan for fit, Max Planck Diät, New York Body Plan, Tracking“ fallen mir gerade prompt als Beispiele für meine durchgeführten Diäten/ Ernährungsformen ein und ich wette, dass mir im Anhieb noch mehr einfallen würden. Irgendwann hat dieser ganze Wahn zum Glück aufgehört und man hat sein Leben einfach gelebt. Man ging zur Schule und hatte seine Aufgaben, die einen in der Freizeit beschäftigt haben. Tja und dann war ich schon über 18 Jahre alt und habe auf gut Deutsch mit dem ganzen „Schwachsinn“ wieder begonnen. Bei mir hat die Umstellung der Ernährung durch meine Weizenallergie begonnen, die ich anfangs sehr schlecht im Griff hatte. Das ist bei mir wahrscheinlich noch der wesentliche Unterschied zu anderen Mädels, die aus anderen Gründen mit Ernährungsumstellungen beginnen. Vor allem Instagram hat indirekt seine eigene „Schein“- Welt, in welcher Diäten, Fitness und Ernährung ein riesen Thema sind. Man kann sich natürlich super Inspirationen sowie Motivationen für einen gesunden Lifestyle holen, jedoch muss man immer aufpassen, wer hinter bestimmten Accounts steckt. Ich habe schon oft beobachtet, wie dürre Mädels zwar ein tolles Rezept nach dem anderen hochgeladen haben, aber niemand unter den abgemagerten Bildern mal ein Feedback über die nicht mehr vorhandenen Beinchen gab. Allerdings möchte ich hier nicht alles schlecht reden, weil es gibt auch super motivierende Fitnessaccounts, die gegen den ganzen perfekten Fitnesswahn hervorgehen und zeigen, was ein gesunder Lifestyle bedeutet. Ich persönlich würde sagen, dass ich selbst erst in den letzten Monaten gelernt habe, was wirklich im Leben zählt. Eine gesunde Balance in der Ernährung ist nun mal wichtig und man sollte aufhören, sich dauernd etwas zu verbieten. Inzwischen bin ich vom Kalorien zählen (Tracking) komplett weg gekommen und verschwende daran nicht mal mehr Gedanken. Klar, ist es für Diäten oder bewusstes Zunehmen sehr vorteilhaft, aber ab einem gewissen Punkt sollte man es dann auch wieder lassen. Ich kenne viele Leute, die ihre Lebensmittel tracken und finde das auch überhaupt nicht schlimm, solange es nicht fest im Kopf verankert ist. Allerdings habe ich mitbekommen, dass es vor allem Mädels sehr schwer fällt, davon wieder los zu lassen. Oftmals wissen die Betroffenen gar nicht mehr, was ein normales Essverhalten ohne Makros Kontrolle bedeutet.
Ich kann aber jedem Einzelnen raten, das ganze zu lassen und sich nach Gefühl zu ernähren. Die Leute, die sich für Wettkämpfe etc. vorbereiten sind hier natürlich ausgeschlossen, weil dann natürlich am genauen Kalorien zählen kein Weg vorbei geht. Wenn ich Lust auf Schokolade habe, dann esse ich sie. Jeder von uns konnte als kleines Kind intuitiv essen und deshalb bin ich mir sicher, dass es jeder wieder schaffen kann, der vom ganzen Kalorien zählen weg kommen möchte. Ich habe beispielsweise nicht die hundertprozentige Figur, die meinen Idealvorstellungen entspricht, aber bin so ausgeglichen und glücklich wie noch nie! 🙂

Hier sind für euch noch ein paar Inspirationstipps:
1) UNPERFEKT SEIN:

Lernt einfach, dass ihr nicht immer perfekt sein könnt und setzt euch das tief in euren Kopf. Hört auf, euch mit anderen zu vergleichen und bleibt bei euch! Seht die kleinen Dinge im Leben, die euch täglich erfreuen.

Das meine ich jetzt Ernst: Steckt euch am Anfang des Tages ganz viele kleine Kugeln bzw. harte Linsen etc. in eine von euren Hosentaschen. Jedes Mal wenn euch am Tag etwas erfreut oder ihr denkt, dass ihr eine Kleinigkeit gut erledigt habt, steckt ihr eine Kugel von der einen Hosentasche in die andere. Am Abend nehmt ihr euch kurz Zeit für euch und schaut, wie viele Kugeln von der einen Tasche zur anderen Seite gewandert ist. Das wird euch erfreuen – glaubt mir! Denkt über eure Fehler des Tages in Ruhe nach und lernt daraus. Ich habe beispielsweise schon viele Fehler in meiner Ausbildung gemacht, aber hatte so einen besseren Lerneffekt. Seht nun mal nicht immer das Schlechte in allem.

2) RICHTIG REINHAUEN: 

Ich persönlich plane mir keinen festen Cheatday und entscheide meine „Cheat-Meals“ immer spontan. Wenn ich im Laufe des Tages richtig Lust auf Süßigkeiten oder ungesundes Essen habe, verbiete ich es mir nicht und kurbel meinen Stoffwechsel einfach mal an. Es darf mengenmäßig dann auch mal etwas mehr sein. Genießt einfach die Momente, in denen ihr euch etwas gönnt und denkt darüber nicht im negativen Sinne nach. Wenn euer Körper nach viel Essen Verlangen hat, dann soll das so sein. Am nächsten Tag kann man ganz locker wieder einen Gang runter schalten. Euer Unterbewusstsein sowie eure Psyche kann ein fieser Gegner sein, und umso lockerer ihr mit gewisssen „Kleinigkeiten“ umgeht, desto leichter fallen euch Dinge im Leben. Denkt immer an den Hashtag #firstworldproblems, denn wahre Probleme sehen anders aus.

3) FAUL SEIN:

Wenn ihr keine Lust aufs Training habt, dann lasst den Sport doch einfach sausen. Ich persönlich gehe momentan viel seltener als sonst trainieren und freue mich dafür immer umso mehr. Man ist mit Power dabei uns kann viel fokussierter sein. Wenn man keine Lust auf Sport hat, dann fällt das Training meistens sowieso schlecht aus. Ich gehe zur Entspannung an solchen Tagen immer total gerne ein paar Bahnen schwimmen, um dort zusätzlich den Kopf frei zu bekommen. Natürlich ist ein Couchtag auch erlaubt 🙂

4) STRESS VERMEIDEN:

Leichter gesagt als getan! Jedoch werden bei Stress im Körper Hormone wie Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet, was sich negativ auf unseren Blutzuckerspiegel bzw. Stoffwechsel auswirkt. Ich bin schon immer eine total hektische Person und fühle mich in letzter Zeit viel besser, weil ich bewusst nicht mehr auf jeder Party mittanze. Wenn du merkst, dass dir eine Verabredung zu stressig ist, dann sag einfach frühzeitig „NEIN“ und sei ehrlich! Ausreden bringen da nichts. Zusätzlich kann man natürlich autogenes Training, Yoga oder bestimmte Rituale zum „runter kommen“ nutzen. Ich stöbere auch gerne auf Blogs herum oder schaue mir Snapchats an- jeder ist da anders. Andere Personen können super mit Büchern entspannen.

5) HANDY WEG:

Lustig, dass diese Worte genau von mir kommen, aber ich habe gemerkt, dass ein paar Stunden oder ein Tag ohne Nachrichten echt entspannend sein können. Bevor ich zur Arbeit fahre, stelle ich meinen Flugmodus ein, den ich gemütlich 9 Stunden danach wieder ausschalte. Ich habe gemerkt, dass ich so einen viel klareren Kopf habe und alles um mich herum mal vergessen kann.

6) WAAGE VERBANNEN:

Viele haben den Zwang, sich täglich zu wiegen und ich frage mich immer wieder: „warum“? Was bringt euch die Zahl? Kontrolle? Lasst euch das doch mal durch den Kopf gehen und versucht, in dieser Hinsicht lockerer zu werden. Das Gewicht auf der Waage sagt sowieso nicht viel aus, weil jeder Mensch anders gebaut ist und dementsprechend individuell ist.

Fazit: Wichtig ist einfach, dass ihr immer authentisch bleibt und eure Ziele im Kopf habt.

Viele Wege führen nach Rom 🙂

Eure Michelle (@_healthymichelle)

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3 Kommentare zu “Mein neues „ICH“ – ohne Stress & DIÄTEN das Leben genießen

  1. Habe gerade den Eintrag gesehen und möchte dir einfach gerne Danke sagen. Nicht immer so viel Stress sich selber machen. Geniessen wir das Leben. Einfach toll , lese deinen blog immer wieder gerne 🙂

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