Mein Ausflug zu „RICE-ISLAND“

Ein paar Tage OHNE Weizen, Süßungsmittel, Milchprodukte, Eier, Fleisch und Salz – ist das überhaupt ohne Heißhungerattacken und schlechte Laune möglich? Genau die, die täglich viel zu viel Wurst und Fleisch isst und zwischendurch Proteinriegel sowie Quark in Unmengen snackt, möchte sich plötzlich dieser Herausforderung stellen? Genau! In letzter Zeit bin ich in schlechte Ernährungsmuster mit viel zu viel Süßigkeiten (vor allem Schokolade), künstlich hergestellten Snacks und erhöhten Verzehr an Milchprodukten verfallen. Kaum zu glauben, aber wahr: bei mir gibt es mittlerweile wirklich keinen Tag in der Woche, an dem ich nicht Wurst oder Fleisch esse… Warum möchte ich diesen Test durchführen? Mich reizt es einfach, zu wissen, ob ich auch diszipliniert sein kann. Außerdem bin ich sehr neugierig, wie es meinem Körper nach einigen Entgiftungstagen geht.

Normalerweise stört es mich überhaupt nicht, am Wochenende mal viel zu essen und sich einfach gehen zu lassen. Aber was ist, wenn man unter der Woche aus diesem „Teufelskreis“ nicht mehr raus kommt und andauernd mit Magenproblemen und einem extrem geblähten Bauch herum läuft? Da merkt man selbst, dass irgendwas falsch läuft.

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Zusätzlich möchte ich einem gesunden Lifestyle folgen und dazu gehört ganz sicher nicht, sich nach dem Essen eine Packung Proteinpralinen rein zu hauen. Klar enthalten solche „Fitnessprodukte“ nicht viele Kalorien und machen meiner Figur nichts aus, aber weil es mir hier sowieso nicht um meine Figur geht, esse ich lieber zum Nachtisch eine Schüssel süße Hirse mit einigen Kalorien mehr. Ich möchte in Zukunft möglichst diesem übermäßigen Konsum von Süßstoffen entsagen und die Reduzierung beibehalten.

Ich habe mich also dazu entschieden, meinen Magen-Darm Trakt ein paar Tage zu entlasten und habe ganz spontan am Montag, den 15.08.2016 mit RICE ISLAND begonnen.

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Wie funktioniert RICE ISLAND?
Ganz einfach – du isst ein paar Tage hauptsächlich REIS und hübschst deine Gerichte mit allerlei Gemüse und Obst auf. Gewürze dürfen auch genutzt werden, jedoch kein SALZ (Vorsicht bei Gewürzmischungen, Gemüsebrühe etc.). Hiermit entgiftest und entwässerst du deinen Körper und bekommst wieder ein besseres Gefühl für deine Ernährung. Am Besten kochst du dir für einen Tag deinen Reis vor, damit du die Menge im Überblick hast. Wie viel Reis du benutzt, hängt natürlich mit deiner Körpergröße und deinem Gesamtumsatz zusammen. Du solltest aber im vorhinein wissen, dass dies KEINE Diät ist und du deshalb an den Mengen bei Hunger oder Appetit nicht sparen solltest. Bei den meist gelesenen Blogbeiträgen über Rice Island habe ich gelesen, dass bis jetzt niemand von diesen Tagen zugenommen hat – eher im Gegenteil. Auf meinen ganzen Bildern seht ihr, dass die Ernährung keineswegs langweilig ist und meiner Meinung nach bis zu einer Woche ohne Probleme durchgeführt werden kann. Zusätzlich wird natürlich empfohlen, viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Ich trinke Wasser und Brennessel-Tee. Bei dem Namen „Brennessel Tee“ rümpfen viele ihre Nase, jedoch trinke ich ihn seit Jahren liebend gerne und kann ihn euch nur empfehlen. Er wird des öfteren als „Wunderheilmittel“ beschrieben, weil er entschlackend und positiv auf unseren Körper wirkt.

Erlaubt sind:

  • Reis in allen Varianten
  • Hirse (normalerweise wird nur Reis vorgeschlagen, aber ich habe mir zur Abwechslung 2 Hirse Tage eingebaut. Das Getreide enthält kein Gluten, aber dafür viele wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente. Dazu zählen Eisen, Silizium, Magnesium und Kalzium. Vor allem durch die vielen B-Vitamine wird das Korn für unsere Haut als gut empfunden. Dies habe ich wirklich gemerkt, als ich eine zeit lang öfters Hirse gegessen habe.
  • Pflanzliche Milchsorten  (ich habe die Kokosnussmilch von Alpro verwendet)
  • Gemüse und Obst jeglicher Art (ganz wichtig!)
  • Gewürze (außer Salz)
  • Wasser und Tee (Kaffee ist natürlich nicht optional, jedoch habe ich darauf nicht verzichtet)
  • Stevia (hierfür habe ich für mich ab dem vierten Tag in kleinen Mengen entschieden)

Verboten:

  • Salz (achtet darauf, dass sich in euren Gewürzmischungen kein Salz versteckt)
  •  Zucker
  •  Weizen, Gluten
  • Tierische Produkte wie Milch, Käse, Fleisch und Eier
  • Künstliche Süßungsmittel (Flavdrops etc.) sowie „Fitnessprodukte“ wie Proteinpulver, Riegel etc.
  • Konservierungsstoffe, Zusatzstoffe
  • Fett (in kleinen Mengen wie z.B. für das Anbraten von eurem Reis/ Gemüse natürlich erlaubt und für den Körper wichtig)

Der Beginn:

Ich habe ganz spontan ohne große Vorbereitung begonnen. Ich habe für mich entschieden, mir zwischen 400 und 500g Reis (oder Hirse) vorzukochen (Trockengewicht) und den Tag nach Lust und Laune dann zu gestalten. Es ist eigentlich ganz cool, sich keine großen Gedanken ums Kochen machen zu müssen. Auf den Bildern seht ihr Beispiele von ganz simplen Rezepten.

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Da ich morgens immer süß esse, war es für mich kein Problem süße Hirse oder Milchreis zu frühstücken. Beides habe ich in Kokosmilch gekocht und mit Zimt und Bourbon Vanille verfeinert. Dazu gab es immer eine Ladung Früchte, damit ich Power für den Tag hatte.

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Mittags gab es bei mir immer „deftig“. Meistens habe ich einfach Brokkoli, Blumenkohl oder andere Gemüsesorten in meinem Reis untergemischt. Hier kann man auch variieren, indem man den Reis am nächsten Tag zur Abwechslung anbrät. Zu der Hirse habe ich reines Olivenöl gegessen, weil ich dies wirklich lecker finde. Falls ihr euch eine Soße zubereiten wollt, könnt ihr euch auch ganz einfach eine Tomatensoße aus passierten Tomaten, Basilikum und anderen Gewürzen zubereiten. Als Snack habe ich mir immer wieder etwas Obst gegönnt.

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Abends gab es meistens genau das Selbe wie Mittags, weil ich dort eher deftiges Essen bevorzuge. Zusätzlich habe ich mir öfters Ofengemüse zubereitet. Mein Glück war, dass die Kürbiszeit wieder begonnen hat und ich eine super leckere Kürbis-Karotten Suppe zubereitet habe. Ich bereite meistens die doppelte Menge zu, damit man sich an 2 Tagen daran erfreuen kann.

Die Tage im Überblick / Fazit:

Tag 1 und 2: Der Beginn fiel mir viel leichter als gedacht, was mir zeigt, dass alles nur Kopfsache ist. Mit einer guten Vorbereitung ist alles möglich!

Tag 3 und 4: Am dritten Tag habe ich mich spürbar besser gefühlt und war wirklich motiviert, das „Experiment“ ein paar Tage durchzuführen. Ich habe mir von Anfang an keinen festen Zeitraum festgelegt, um mich nicht unter Druck zu setzen. Ab dem vierten Tag habe ich eine deutliche Veränderung gespürt- ich musste gefühlte 1000 Mal auf Toilette. Ich bin eine Person, die sowieso schon häufig die Toilette aufsucht, aber dieser Tag hat alles übertroffen.

Tag 5: Am vermehrten Harndrang hat sich nichts geändert. Mein Bauch ist rund um die Uhr flach gewesen. Sogar am Abend mit einem flachen Bauch (trotz der großen Mengen Essen) ins Bett zu gehen ist echt etwas anderes. Ich muss wirklich betonen, dass ich jederzeit satt war und zwischendurch sogar leicht übersättigt. Man verspürt viel schneller ein Sättigungsgefühl. Auf den unteren Bildern seht ihr mich am Abend. Man glaubt kaum, dass man den ganzen Tag nur am Essen war.

Tag 6: Wir haben Samstag, den 20.08.2016 und heute war mein erster Tag, an dem ich wieder andere Lebensmittel eingebaut habe. Erst hatte ich mir vorgenommen, einen weiteren Tag „durchzuhalten“, jedoch aßen wir auf meiner Arbeit morgens und mittags zusammen und dort wollte ich natürlich nicht meine Reisschüsseln vor allen Patienten (Krankenhaus) auspacken.

Morgens habe ich Haferflocken mit Früchten und Kokosmilch verzehrt. Zur Feier des Tages gab es Mittags Gulasch mit Reis und Hokkaido Suppe. Nachmittags habe ich meinen ersten Proteinriegel sowie ein paar Proteinpralinen gegessen. Natürlich waren das wieder einige Milchprodukte, jedoch hielt sich alles in Maßen und ich bin mit meinem derzeitigen Ergebnis zufrieden. Ich habe gemerkt, dass mein Körper die Tage voller Energie war und der Verzicht auf Süßstoffe und Milchprodukte ihm gut tat. Ich bin mir sicher, dass ich in Zukunft mehr auf meine Ernährung achten werde und nicht mehr täglich Fleisch, Milchprodukte und Süßungsmittel konsumiere. Allerdings merke ich auch, dass ein Eis oder Riegel dazu gehört und ich darauf nicht verzichten möchte. Auf meinen Salzkonsum achte ich schon seit längerer Zeit und möchte darauf weiterhin ein Auge werfen. Ich bin auf die nächsten Tage sehr gespannt! Morgen wird es auf jeden Fall ungesüßten Milchreis zum Frühstück geben, weil ich mich auf Dauer daran gewöhnen könnte.

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Für weitere Fragen oder Details stehe ich euch gerne zur Verfügung!

Eure @_healthymichelle 🙂

 

9 Kommentare zu “Mein Ausflug zu „RICE-ISLAND“

  1. Hallo Michelle,
    ich finde das hört sich super interessant an und würde es auch gerne einmal ausprobieren, da ich in letzter Zeit auch ein bisschen meine Ernährung habe schleifen lassen. Mich würde nur interessieren, wie du deinen Eiweißbedarf gedeckt hast.
    Liebe Grüße Nina

    1. Danke! Ich kann es nur empfehlen 🙂 Da ich es nur ein paar Tage gemacht habe, finde ich es nicht schlimm etwas weniger Eiweiss zu essen 🙂 Allerdings habe ich pflanzliche Milch verwendet, welche Eiweiss enthält. Zusätzlich habe ich zum Gemüse weiße Bohnen gegessen, welche natürlich eine super Eiweißquelle sind

    1. Ich habe ja auch Hirse einen Tag genutzt 🙂 Denke Quinoa ist genauso gut. Bin gespannt falls du es testest

  2. ich finde das hört sich echt spannend an. Ich werde es auf jedenfall ausprobieren, wenn ich wieder im Studium bin und selbst für mein Essen koche. Zur Zeit in den Semesterferien bin ich bei meinen Eltern und da wird es etwas schwierig.
    Hast du immer weißen Reis genutzt oder auch Vollkornreis?

    1. Ich finde es auch wirklich super & esse seit dem immer noch kein Quark ! 🙂 Ich habe den Reis gemischt also oftmals sogar eher weißen genommen, weil es zu den süßen Speisen ja besser passt. Liebe Grüße 🙂

  3. Bin seit gestern auf der Reisinsel. Hatte den ganzen Tag Kopfschmerzen. Muss der Zuckerentzug sein. Wie lange ich bleibe, weiß ich ned. So lange wie ich Bock hab. Danach versuch ich weniger Süßigkeiten zu essen und wieder besser auf die Ernährung zu achten

    1. Ohh, dann erstmal viel Erfolg! Vielleicht liegt es auch am Kaffee Entzug? Oder trinkst du welchen? Es wird bestimmt besser – du schaffst das 🙂

  4. Cool das mach ich auch mal. Fasten fällt mir oft recht schwer, das hier hört sich gut an und ist mal was anderes. Irgendwo stand wie machst Du das mit dem Eiweißbedarf. So weit ich weiß hat Reis ja so einiges an Eiweiss also nicht so schlimm. Das mit den Kopfschmerzen kenn ich von anderen Fastenkuren her auch. Meist ist das bei mir nur ein Tag und dann fühl ich mich auch schon wie SUPERWOMEN. Ich mache mein Sport, geh arbeiten alles ganz normal und es geht mir top.Wie lange empfiehlst Du Rice Iland für erste mal?

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