Berlin – mein Kurztrip

Berlin, Berlin – wir fahren nach Berlin! Ich finde es super, dass man in unserer Zeit ohne großen Aufwand in alle Städte deutschlandweit hin kommt. Von Frankfurt konnte ich mich in den ICE setzen und ohne Zwischenstopp bzw. lästiges Umsteigen nach Berlin durchfahren.

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Wie kamen wir auf die Idee?
Dieser Trip war wirklich mehr als spontan, weil ich von meinen Mädels vor ungefähr 3 Wochen gefragt wurde, ob ich Lust auf eine kleine Reise hätte, weil noch ein Platz im Hotel frei sei. Ich musste nicht lange überlegen und habe mir direkt ein Bahnticket bestellt, weil ich an genau diesen Tagen sowieso frei hatte. Manchmal passt nun einfach alles perfekt. Mein Koffer war riesig und sah aus als würde ich für 4 Wochen verreisen, weil ich die Angewohnheit habe, alles in die Tasche zu packen, was mir in diesem Moment ins Auge springt. Allerdings denke ich mir immer, dass man lieber zu viel als zu wenig dabei haben sollte. Vor allem bei einer spontanen Fotosession oder einer Kleckerin beim Essen wie mich, sind verschiedene Outfits von Vorteil. Normalerweise packe ich mir wegen meiner Weizenallergie bei jedem Urlaub ein paar glutenfreie Brote ein, was ich hier jedoch nicht tat. Berlin ist  eine so große Metropole und da kann sich jeder sicher sein, etwas nach seinem Geschmack oder speziellen Ernährungsform zu erhalten.

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Ankunft:
Als wir ankamen sind wir als  erstes zu einem Restaurant namens „Spreegold“ mit tollem Frühstücksangebot gestürmt. Da unser ICE schon um 6:15 Uhr in Frankfurt los fuhr, hoben wir unseren Hunger nämlich für Berlin auf.  Bei einem auswärtigen Frühstück bin ich durch meine Lebensmittelallergien öfters skeptisch, aber hier konnte man zwischen verschiedenen weizenfreien Porridges oder Joghurt Bowlen wählen. Natürlich haben die Mädels sich auch teilweise leckere, belegte Brote mit Tofu, Lachs und Avocado bestellt. Zum Trinken gibt es tolle Smoothies und ausgefallene Getränke, falls man mal keine Lust auf einen gewöhnlichen Kaffee hat. Meiner Meinung nach waren die Portionen im Preis/-Leistungsverhältnis zu niedrig, aber einen Besuch ist das Restaurant wegen der tollen Atmosphäre und der vielseitigen gesunden Auswahl an Speisen allemal wert.

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Wie gestalteten wir unsere Tage?

Da wir nur von Donnerstag bis Samstag unseren Trip geplant hatten, mussten wir von Anfang an überlegen, was für uns interessant sein könnte. Gut war es natürlich, dass ich Berlin schon von früheren Klassenfahrten kannte und so recht gelassen in der Auswahl von Attraktionen war. Donnerstags hatten wir mit dem Wetter leider ziemlich Pech, weil es in Strömen regnete und zusätzlich kalt war. Und das im August. Da wir uns noch keinen guten Plan organisiert hatten, checkten wir natürlich erst einmal in unserem Hotel „Mercure“ ein, machten uns einen Sekt auf und schossen ganz Ladylike ein paar Bilder auf dem Bett im Hotelzimmer.

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Als unsere Stimmung dann etwas besser war, weil wir uns im Zimmer schon mal eingelebt haben und frisch machen konnten, fuhren wir zum Alexanderplatz. Wir haben uns für die Tage eine 48 Stunden City Karte für 17,50 Euro gekauft. Die City Tickets gibt es auch für mehrere Tage und sind an sich super praktisch, weil man nicht andauernd Karten lösen muss. Angekommen am Alexanderplatz schlenderten wir stundenlang durch die Gegend, tranken zwischendurch Kaffee und schossen an schönen Stellen ein paar Bilder. Da das Wetter so was von düster war, hatten wir keine große Lust, andere Aktivitäten zu planen. Abends fanden wir in der Nähe eine kleine Food Gasse mit mehreren Restaurants und aßen Standard-Gerichte bei einem Italiener. Ich bestelle mir bei Italienern immer sehr gerne Salate mit gebratener Hähnchenbrust, weil ich zuhause immer zu faul bin, mir Salate zuzubereiten. Vor allem die Dressings bereitet man sich zuhause nie so lecker zu.

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Danach schlenderten wir noch etwas am Wasser entlang und planten unseren kommenden Tag. Da das Wetter so trostlos war, haben wir darauf gehofft, am nächsten Tag mehr Glück zu haben. Wir verbrachten noch einen gemütlichen Abend im Hotelzimmer und gingen recht früh zu Bett. Ich bin sowieso kein großer Nachtmensch, sondern gehe lieber nach meinem Bio-Rythmus und stehe früh auf. Ich bin morgens auch am effektivsten, aber da ist nun mal jeder Einzelne anders. Wir kleine Berlinreisegruppe sind alle 3 Frühstücksmenschen und deshalb waren wir natürlich sehr gespannt auf das morgendliche Buffet. Mir ist es wichtig, dass man entspannt in den Tag startet und sich genügend Zeit für das Frühstück einplant. Seit dem ich an einer Weizen- und Sojaallergie leide, habe ich immer Bedenken, ob für mich auch genügend an Lebensmitteln dabei ist. Da ich allerdings meistens sowieso Quark, Joghurts, Müsli & Co. bevorzuge habe ich bislang noch keine Probleme gehabt. Im Hotel „Mercure“ gab es auch Toppings wie beispielsweise Chiasamen, Bananenchips, Kokosraspel und vieles mehr zur Auswahl. Jeder, der mich kennt, weiß dass ich ein totaler Kaffeefreak bin. Zum Glück gab es eine Kaffeemaschine, aus der man während der gesamten Frühstückszeit verschiedene Kaffee ausprobieren und sich zusätzlich noch einen To-Go Becher mitnehmen konnte.

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Gut gesättigt machten wir uns als erstes Ziel auf den Weg zum Brandenburger Tor. Egal, wie oft man schon in Berlin war, gehört es meiner Meinung dazu, ein paar Bilder am Tor zu schießen. Natürlich musste ich mir wie ein kleines Kind direkt einen Luftballon von einem Luftballon-Verkäufer formen lassen. Allgemein finde ich es toll, wie offen der Umgang von Leuten in Berlin ist. Man merkt immer wieder in Großstädten den Unterschied zu kleinen Dörfern- man kann von seiner Art anders auftreten oder ausgefallene Outfits in der Öffentlichkeit tragen, ohne schräg angeschaut zu werden.

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Nachdem wir uns schon wieder einen Kaffee von Starbucks gegönnt und die Orte um das Brandenburger Tor erkundigt haben, meldeten sich unsere Mägen schon wieder. Diesmal wollten wir nicht zu einem „normalen“ Italiener und luden uns aufgrund  einer Empfehlung die App „Foodguide- entdecke neue Gerichte in deiner Stadt“ auf unsere Handys runter. Dort kann man bestimmte Kriterien eingeben und mit einem Ausschlussverfahren zu einem Restaurant in der Nähe geraten. Wir 3 waren in Bezug auf das Essen eine sehr schwierige Gruppe, weil wir auf Grund verschiedener Unverträglichkeiten „weizen-, soja-, milchfrei sowie vegetarisch“ wählen mussten. Kaum zu glauben, dass wir so ein lobenswertes Restaurant gefunden haben. Die App erläutere ich hier jetzt nicht näher, weil ihr sie euch bei Interesse einfach kostenlos runterladen könnt. Das Restaurant hieß „Neni Berlin“ und befindet sich im 10. Stock des 25-Hours Hotel. Die Aussicht ist einfach unbeschreiblich schön und somit hat das Ambiente schon gewonnen. Das NENI Berlin (http://www.neniberlin.de) ist ein kulinarisches Mosaik aus persischen, russischen, arabischen, marokkanischen, israelischen, türkischen, spanischen, deutschen und österreichischen Einflüssen. Die Dachterrasse und die schüchtern hervorkommende Sonne mussten wir direkt ausnutzen und haben ein paar schöne Bilder mit unserem Aperitif gemacht.

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Das Spannende an der Foodguide App ist, dass man davor nicht weiß, was man zum Essen erhält. Wir haben ähnlich wie bei Tapas ganz viele verschiedene Gerichte auf den Tisch gestellt bekommen und so konnte jeder von allem essen. Natürlich wurde uns immer gesagt, in welchem Essen Fleisch, Soja etc. enthalten ist. Als Vorspeise gab es veganen Hummus, Kichererbsensalat sowie Finger Food mit Pitabrot und glutenfreien Toasts. Ich finde es natürlich super, dass daran gedacht wurde, dass die Toasts glutenfrei, aber auch sojafrei sein müssen.

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Danach ging es mit verschiedenen Sommersalaten (mit Shrimps, Avocado, …) weiter. Zusätzlich wurden Hummus kombiniert mit Lamm und Rind, Reis mit Sojageschnetzeltem, Süßkartoffelpommes, Falaffeln und vieles mehr aufgetischt.

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Für Nachtisch ist doch immer noch Platz, oder? Vor allem für Eis gibt es immer noch eine Lücke im Magen. Deshalb haben wir uns noch Kaffee sowie eine gemischte Dessert Platte bestellt. Uns wurden Sorbeteis, Bountyeis, veganes Rhabarber Crumble sowie ein Mascarpone Auflauf mit Früchten serviert. Kaum zu glauben, dass wir alles vernichtet haben!

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Inzwischen ging es schon auf die Abendstunden zu und wir legten einen Verdauungsspaziergang ein. In fremden Städten ist es sowieso toll sich zu bewegen und neue Plätze zu erkunden. Wir sind die Straßen entlang geschlendert, haben an schönen Orten ein paar Bilder gemacht und entspannten an der Spree. Da es dennoch etwas windig war, entschieden wir uns gegen eine Bootsfahrt. So eine Tour ist trotzdem zu empfehlen, weil man an viel mehr unbekannten Orten vorbei kommt. Wir sind zwischenzeitlich auch immer wieder Bus anstatt Bahn gefahren, weil wir festgestellt haben, dass man so viel mehr von der Stadt sieht.

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Am Abend suchten wir uns eine belebte Shishabar raus, in der wir den Abend ausklingen ließen. Ich persönlich rauche sehr selten Shisha, aber mag die Musik und die chillige Atmosphäre. Dort habe ich mich von einem Rosenverkäufer überreden lassen, ihm 2 Rosen abzukaufen. Ich sehe sowas immer gelassen und bin froh, wenn man kleine „Taten“ mit ein paar Euro verrichtet. Die Rosen konnten wir am nächsten Tag auf unseren Bildern in Einsatz bringen. Aber wieso eigentlich hat sich kein Berliner dazu berufen gefühlt, drei Girls ein paar Rosen zu kaufen? Wo sind sie nur geblieben, die Rosenkavaliere? 😉

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Fast hätte ich vergessen zu erwähnen, dass wir Freitags noch ein bisschen shoppen waren und uns das größte Einkaufszentrum/ Warenhaus „KaDeWe“ angeschaut haben. Dort konnten und wollten wir uns zwar nichts leisten, aber es gehört zu einem Berlin Trip nun mal dazu.

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Hier haben wir kurz pausiert und eine kleine Fotosession eingelegt. Kennt ihr es, wenn ihr nicht wisst wie ihr euch auf Bildern positionieren sollt? Irgendwann musste ich einfach nur noch lachen und muss sagen, dass mir dieses spontane Bild sogar besser als die ganzen gestellten Fotos gefallen. Meiner Meinung nach sollte man sich nicht immer nur perfekt zeigen, weil auf spontanen und lebendigen Bildern der Charakter der Person viel besser gespiegelt wird.

Jetzt waren wir an dem Zeitpunkt, an dem wir wussten, dass 2,5 Tage (Donnerstag bis Samstag) viel zur kurz für Berlin sind! Allerdings haben wir den Trip sehr kurzfristig geplant und das Leben ist nun mal kein Wunschkonzert. Ich befinde mich seit einem Monat beruflich auf einer neuen Station im Krankenhaus und muss meine freien Tage natürlich meinem Dienstplan anpassen. Zur Entspannung und für neue Einblicke reichen für mich somit ein paar schöne Tage. Wir haben uns entschieden in den letzten Stunden vor der Heimfahrt um 13:02 Uhr die Reste der Berliner Mauer zu besuchen, weil dies nun mal kulturell dazu gehört. Schade finde ich, dass die Mauer größtenteils von einem Zaun umgeben ist. Auf der anderen Seite verstehe ich aber auch, dass die Abgrenzung ein Schutz vor Graffiti und tausenden Fotos sein soll. Eine Mauer vor der Mauer… haha, die Berliner, die haben es drauf!

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Mein Beitrag war zwar sehr kurz und das lag wahrscheinlich daran, dass ich meinen ersten Blogspot aus Versehen gelöscht hatte, aber ich hoffe, dass er euch gefallen hat. Ihr könnt mir gerne Kommentare  hinterlassen.

Eure @_healthymichelle

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4 Kommentare zu “Berlin – mein Kurztrip

  1. Klasse Arbeit War eine super Idee einen Blog zu starten Das ist auch wohl der einzige, den ich mir anschaue. Klasse Inhalt✌

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