2017- mein schöner, aber auch turbulenter JAHRESRÜCKBLICK

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Erste Frage: Wart ihr mit dem Jahr 2017 zufrieden? Seid ihr glücklich? Wenn „nein“, was könnt und wollt ihr ändern? 

Als ich diesen Beitrag verfasst habe, wurde mir bewusst, dass für mich dieses Jahr ein JAHR VOLLER VERÄNDERUNGEN war. Dies reflektiert man meistens erst, wenn man sich Stück für Stück die einzelnen Monate anschaut. Ich habe ja zu allen Monaten schon ziemlich viel geschrieben und hätte ehrlicherweise noch das Doppelte an Text verfassen können- für mich war das Jahr mit viel Stress, traurigen Vorkommnissen, aber auch super schönen und unvergesslichen Momenten verbunden. 

Nun ist schon wieder Dezember und es ist kaum zu glauben, wie schnell dieses Jahr vorbei ging. Für mich war das Jahr 2017 definitiv ein sehr aufregendes, aber auch ziemlich turbulentes Jahr. Das Jahr startete ganz spontan mit einer extrem lustigen Silvesternacht mit meinen Freunden/innen. Zuvor hatte ich mich für einen freiwilligen Nachtdienst vom 31.12.16 auf den 01.01.17 bei meiner damaligen Arbeitsstelle in der Kinder- und Jugendpsychiatrie eingetragen, weil ich mir dachte, dass sowieso jedes Silvester ähnlich ist und ich einen „guten Dienst“ für die Kollegen leisten wollte. Einen Tag vor Silvester hatte mich nun meine Chefin angerufen und gesagt, dass nicht allzu viel Personal benötigt wird. Da ich relativ viele Überstunden angesammelt hatte, bekam ich frei. Die Silvester Planung war so spontan wie noch nie zuvor. Die Nacht war dann umso besser und unvergesslich. 

Das merke ich mir für dieses Jahr: Einfach alles auf sich zukommen lassen und nicht immer von vorne bis hin hinten durchplanen! Spontane Aktivitäten sind meistens umso cooler. 

Das waren meine Vorsätze für 2017: Die 10 wichtigsten Vorsätze für das Jahr (2017)

Januar, Februar:

Der Januar startete aufgrund privater Angelegenheiten leider etwas turbulent, aber trotzdem schön. Am 11. Januar habe ich Geburtstag und wie jedes Jahr feierte ich diesen mit meinen Mädels ganz entspannt. Ich bin keine Person, die zum Geburtstag groß feiern gehen muss und genieße in der Regel lieber einen Cocktailabend oder Brunch mit den Besten. 

Am Freitag den 13. sind meine 2 Freundinnen, ein Kumpel und ich nach Thailand geflogen. Dieses Datum vergesse ich nie, da ich ja unter Flugangst leide und aufgrund des Datums etwas Panik hatte 😀  Dort angekommen haben wir das warme Wetter genossen, als hier ein ziemlich kalter Winter war – dies war ein unglaublich tolles Gefühl!

Kaum nach Hause gekommen, wurde Fastnacht gefeiert. Fasching, Fastnacht oder auch Karneval, ist bei uns in der Gegend etwas ganz „Besonderes“ und wird deshalb kräftig gefeiert. Da ich ziemlich viele Dienste urlaubsbedingt nachholen musste, fiel die Feierei für mich etwas schmaler aus, was für mich aber kein Problem war. 

März:

Im März war es nun schon wieder soweit: ich durfte mit dem „Team ASICS“ für eine Woche nach Zypern fliegen. Ich weiß noch, wie glücklich ich damals war, dass meine Kollegen im Krankenhaus so extrem flexibel und verständnisvoll waren, so dass ich mir für das Trainingscamp eine weitere Woche spontan frei tauschen konnte. 

Falls ihr noch etwas von meinen Beitragen über THAILAND oder ZYPERN lesen möchtet, könnt ihr einfach auf den Link klicken. Dies würde den Rahmen hier sprengen 🙂

P.S.: Bei ASICS bin ich inzwischen wieder freiwillig aus dem Team ausgetreten, aber bin trotzdem froh, neue und tolle Menschen kennen gelernt zu haben! Ich habe einfach nach einer Weile erkannt, dass ich mich nicht für bestimmte Marken und Firmen fest legen möchte.  

Beiträge: Meine Erholungsreise nach Thailand // Zypern- Don’t run, fly

April:

Kaum zu Hause angekommen, arbeitete ich 12 Tage am Stück durch und legte viele Nachtdienste ein, damit ich auf die erforderliche Stunden-Anzahl kam. Anfang April startete schon wieder die FIBO und diese besuchte ich an allen vier Tagen. Wir mieteten uns vor Ort eine Wohnung, damit wir die ständige Fahrerei vermeiden konnten und trotzdem keinen Tag verpassten. HIER findet ihr eine kurze Zusammenfassung der FIBO, in der ich auch berichte, ob ich nächstes Jahr wieder hin fahren möchte. Während des Kölner Aufenthaltes versuchte mich meine Chefin schon vermehrt zu erreichen und teilte mir mit, dass etwas Schreckliches passiert sei. Somit hatte ich am Ende der FIBO wirklich ein mulmiges Gefühl und machte ich mich am nächsten Tag natürlich auch mit einer komischen Stimmung zur Arbeit. Ich gehe jetzt in keinerlei Details, aber leider ist eine junge Arbeitskollegin meines Alters unerwartet verstorben, was die ganze Station ziemlich mitnahm. Einige Kollegen konnten aus Schock und Trauer danach eine Weile nicht arbeiten und es gab mehrere Supervisionen, die unser Arbeitgeber anbot. Unser Team hielt wirklich toll zusammen, aber diese Zeit und vor allem die Dienste waren natürlich stressiger als gewöhnlich und zudem sehr nervenaufreibend. 

Mein Beitrag zur FIBO: FIBO 2017

Nun hatte ich eine tolle Anfrage für ein Skechers Event in Kitzbühel, aber wusste, dass ich genau an dem ersten Tag erst aus dem vierten Nachtdienst komme. Da ich mir für 2017 vorgenommen hatte, so viele Events wie möglich mitzunehmen, wollte ich dies nicht absagen. Ich arbeitete ganz regulär meine Nächte und quälte mich nach der letzten Nacht in den Zug nach Kitzbühel anstatt schlafen zu gehen. Ich glaube, dass ich lange nicht mehr so gerädert war, aber viel Kaffee hat geholfen. Das Event war super schön und ich hielte es unglaublicherweise noch bis Nachts aus- dann fiel ich aber nach einem sehr großen Schlafdefizit direkt ins Bett. Am nächsten Tag wurde noch etwas entspannt und dann ging es auch schon wieder nach Hause. 

Die Zeit verging wie im Flug und eine spannende und aufregende Sache stand mir zuvor: am 24.04.17 hatte ich einen Operationstermin für eine Brustvergrößerung. Diese fand in Böblingen bei Stuttgart statt. Die Beratung war schon lange zuvor gelaufen, aber ich hätte nicht gedacht, dass ich so schnell einen Termin erhalte. Zur Operation schreibe ich hier jetzt nichts mehr, aber diese ist reibungslos verlaufen. Ich konnte nach 2 Übernachtungen in der Praxis wieder nach Hause fahren und habe euch in den eingefügten Beiträgen darüber berichtet. 

Meine Beiträge zur Brustoperation: Das Geheimnis wird gelüftet // Brustoperation – FAQ // Brustoperation – 4 1/2 Monate später

Mai, Juni:

„Erholt“ von der Brustoperation (zumindest weitest gehend), ging es am 03. Mai mit dem ICE für einen Städtetrip nach Paris. Das knappe Timing nach der Operation war natürlich nicht das Beste, aber ich muss sagen, dass alles super geklappt hat. Ohne große Beeinträchtigung konnte ich den ganzen Tag die Stadt erkunden und musste mich zwischendurch immer nur mal hinsetzen, da die Narben und der Brustkorb etwas spannten. Den BH zog ich meistens nach ein paar Stunden aus, da dies doch noch zu schmerzhaft war. Das neue Lebensgefühl war trotzdem unbeschreiblich und ich hätte nie gedacht, dass Paris so eine tolle Stadt ist. Ich habe mich richtig in das Flair der Stadt verliebt und würde jederzeit wieder einen Kurzurlaub dorthin planen. Einen Blogbeitrag habe ich zu diesem Ausflug leider nicht verfasst, aber werde dies noch nachholen, da immer wieder Leute nach ein paar Inspirationen und Tipps für dort fragen. 

Ende Mai arbeitete ich viel in der Psychiatrie, aber quetschte zwischendurch ein Wochenende in Stuttgart sowie ein Event von GENERALI in München rein. Die Situation in München war wieder ein Glücksfall, da ich eigentlich gar nicht richtig frei hatte. Nach dem Frühdienst raste ich nämlich nach München, nahm am nächsten Tag am Event teil und hätte Abends zum Nachtdienst gemusst. Das Hotel hatten wir somit für die zweite Nacht storniert und waren ziemlich traurig, wieder abreisen zu müssen. Meine Chefin ruf mich allerdings total unerwartet an und sagte, dass ich zu Hause (bzw. auf dem Event) bleiben kann. So buchten wir uns das Hotel wieder um, genossen das Event in vollen Zügen und fuhren nach einer weiteren Nacht sowie einer Stadtbesichtigung Münchens am nächsten Tag nach Hause. 

Ansonsten fand im Juni noch ein Event von GoFeminin statt, bei dem sich alles um gesunde Ernährung und vor allem richtigem Training handelte. Hier übernachteten wir ebenfalls in einem Hotel und genossen zusätzlich die weiteren Tage. Wenn es sich einrichten ließe, wünschte ich mir um die Events herum immer frei, damit zusätzlich etwas Zeit für neue Restaurant-Besuche und beispielsweise einer weiteren Hotelübernachtung bliebe. Ich bin froh, dass ich meistens eine Begleitperson mitnehmen darf und somit die ganzen Trips und Jobs umso mehr Spaß bereiteten.

Juli:

Berlin, Berlin – wir fahren nach Berlin. Anfang Juli startete die FashionWeek in Berlin und ich war dieses Jahr das erste Mal dabei. Zusätzlich konnte ich die FashionWeek noch mit einem Event von Thomas Sabo und Asics verbinden. Im Nachhinein frage ich mich, wie ich es geschafft habe, meine Arbeitszeit bei den ganzen Veranstaltungen immer wieder aufzuholen. Das Gute am Schichtdienst ist nun mal, dass man sich eine Woche frei wünschen oder zur Not tauschen kann, solange man danach natürlich bereit dazu ist, viele Tage am Stück durch zu arbeiten oder optional ein paar mehr Nachtdienste einzulegen. Ich bin übrigens eine Person, die sich in all den Jahren nie mit Nachtdiensten anfreunden konnte, da mein Bio-Rhythmus extrem dagegen aufbegehrt. Allerdings habe ich für meine Blogger Leidenschaft dies gerne in Kauf genommen, um alles auszugleichen.  

Mein Beitrag zur Fashionweek: Fashion Week Berlin 2017

Ende Juli fand zum ersten Mal der lang ersehnte „World Fitness Day“ in Frankfurt statt. Hier war ich ziemlich froh, dass er mal nicht in einer anderen Stadt (wie die meistens Events) geplant war. Da ich morgens schon ziemlich früh am Stand von WomensBest arbeitete, übernachtete ich trotz kurzer Wegstrecke die Nacht zuvor sowie danach im Hotel. Abends fand nämlich noch eine After WFD Party statt, die ich so besuchen konnte. 

Ansonsten war ich im Juli noch zweimal in Stuttgart, da dort ein paar andere Blogger wohnen, mit denen man sich immer mal wieder austauschen kann. Zusätzlich nahm ich in Böblingen (nähe Stuttgart) die Monate nach der Operation regelmäßige Kontrolltermine wahr.

Das spannendste Ereignis im Juli: Ich habe nach langen Überlegungen meinen Job als Kinderkrankenschwester gekündigt und hatte am 31.07.17 meinen letzten Arbeitstag auf der Station. Die Wochen davor waren deshalb ziemlich aufregend, da ich meine Zukunft plante und nebenbei viele Gespräche auf der Arbeit führte. Zum Glück habe ich mit einem positiven Zeugnis und einem tollen Abschied meine Arbeitsstelle verlassen. Ich bin mir auch sicher, dass es für mich in ein paar Jahren wieder zurück in die Psychiatrie geht, da mein Herz dort definitiv aufblüht und dies genau mein Interessenbereich ist, der mir im medizinischen Bereich den meisten Spaß bereitet.

Mein Beitrag zur Kündigung: Michelle reloaded- wer es nicht riskiert, hat schon verloren // ich bin dann mal weg…

August:

Der August war ein sehr aufregender Monat. Ich würde sagen, dass es in meinen Erinnerungen fast die schönste Zeit des Jahres war. Ziemlich spontan habe ich mich für eine Sprachreise in London entschieden. Ich wusste genau, dass mir London super gefallen wird und musste somit nicht lange überlegen, in welcher Stadt ich für einen gewissen Zeitraum wohnen möchte. Über den Aufenthalt habe ich schon diverse Blogbeiträge online gestellt und deshalb gehe ich nur noch kurz auf die Zeit ein. Am 06.08.17 war es soweit: Ich saß ahnungslos im Flieger nach London und wusste nicht, was mich dort erwarten würde. Die ersten Tage waren auch ziemlich ungewohnt, aber Tag für Tag gefiel mir der Aufenthalt besser und ich fing an, mich zu verlieben – nicht in einen Mann, sondern in die Stadt. Wenn mich in diesem Moment jemand fragen würde, wo ich mir vorstellen könnte, für ein paar Jahre zu leben, wäre meine Antwort ohne zu Zögern LONDON.

Meine Beiträge zu LONDON: ich bin dann mal weg… das Abenteuer beginnt / the second week / die letzten beiden Wochen 

Da ich natürlich nicht alle Events während diesem Zeitraum verschieben wollte, flog ich nach einer Woche (12.08.17) zurück nach Frankfurt, übernachtete eine Nacht zu Hause und nahm ein Tag später am Wanderlust Festival in Köln teil. Hier war ich super happy, dass mich meine beste Freundin begleitete, weil ich abends vom Kölner Flughafen wieder nach London zurück flog. Meine Freundin konnte so mit meinem Auto nach Hause fahren, was für die Planung sehr hilfreich war. Dafür, dass ich seit Jahren unter Flugangst leide, meisterte ich die Flüge glücklicherweise ohne Probleme. An solchen Dingen merke ich, dass mir das Bloggen sowie die dazugehörigen Events am Herzen liegen, weil ich ohne zu zögern die Termine gerne wahr nehme.

Der restliche Monat verging wie im Flug, weil ich an 5 Tagen der Woche die Sprachschule besuchte und die restliche Zeit mit lernen, bloggen, Sightseeing und neuen Bekanntschaften verbrachte. 

September:

Anfang September ging es für mich wieder nach Hause und ich muss sagen, dass ich mehrere Tage benötigte, um wieder in meinen alten Alltag zu finden. Nun startete die erste Phase als Vollzeitbloggerin. Ich kannte meinen neuen Alltag ja noch gar nicht, da ich nach meiner Kündigung zeitlich direkt nach London flog. 

Auf eine Sache freute ich mich ganz besonders: Mein Bruder und ich besuchten für ein paar Tage meine Familie (Tante, Onkel, Cousine) in der Schweiz. Ich wurde von der Firma Hutwiller, mit der ich künftig zusammen arbeite, zu einer Werksführung sowie einem glutenfreien Brunch eingeladen. So ließ sich das Geschäftliche mit dem Privaten verbinden. Seit 5 Jahren war keine Zeit oder Gelegenheit für einen Besuch dort und deshalb war dies etwas ganz Besonderes. Mit meinem Bruder verbrachte ich auch seit Ewigkeiten keine Zeit mehr und deshalb waren die Tage super schön. Natürlich konnte ich die Locations und Wanderungen auch perfekt nutzen, um neue Bilder mit schöner Kulisse vorzubereiten. Ich muss sagen, dass ein Urlaub als „Blogger“ nun nie ein „richtiger“ Urlaub ist, da man in den meisten Fällen Bilder vorbereiten muss oder natürlich auch möchte. Gerade wenn man in Richtung Lifestyle bloggt, möchte man seine Follower ja auch teilhaben lassen, wenn man unterwegs ist und schöne Orte besucht. Trotzdem achte ich immer bewusst darauf, das Handy immer wieder ein paar Stunden weg zulegen, um wertvolle Zeit ohne Social Media und allem drum und dran zu genießen. 

Nach der Schweiz blieb nicht wirklich Zeit zum Relaxen, da ich zahlreiche Events für den Monat annahm. 

Ein Tag nach der Heimreise war ich auf einem Event in Hamburg (von Generali) eingeladen. Von Hamburg habe ich leider nichts gesehen, da ich morgens ein paar Stunden mit dem Zug hin – und abends wieder zurück fuhr. Ich hätte natürlich auch eine Nacht dort verbringen können, aber musste am nächsten Tag zu einem anderen Event (UnderArmour) nach Berlin fliegen. Dort blieb ich allerdings eine Nacht vor Ort und konnte somit die Stadt etwas erkunden. 

Wieder daheim, hatte ich private Termine in Mannheim und Frankfurt geplant, was sich kurzfristig nicht mehr absagen ließ. Die Tage waren definitiv anstrengend, aber trotzdem toll und eine Erfahrung wert. Es ist einfach verrückt, wie schnell man von Ort zu Ort kommt. 

Der September war fast vorbei und es standen noch zwei weitere Events an: Ein 3-tätigesEvent von DanielWellington in Kitzbühel sowie ein Schokoladenevent in Berlin. Leider war ich etwas am Kränkeln und lag kurz vor dem Kitzbühler Event flach. Allerdings schaffte ich es irgendwie, mich wieder etwas fitter zu fühlen, um die Fahrt nach München in Anspruch zu nehmen. Von dort wurden wir abgeholt und fuhren weiter nach Österreich. Die Tage vergingen mal wieder wie im Flug und ich bin glücklich, dass ich die Chance hatte, zahlreiche Blogger mit großer Reichweite kennenzulernen. Gerade bei solchen Events kann man sich super austauschen und auch von Tipps und Erzählungen profitieren. Da es zeitlich nicht anders gepasst hätte, flog ich auf meiner Heimreise direkt von Salzburg nach Berlin. Früher fand ich Berlin übrigens super hässlich und konnte mich mit der Stadt nicht anfreunden. Da ich inzwischen schon gefühlt 52638x vor Ort war, fange ich an, die Stadt mit all ihren Plätzen zu mögen. Eine Nacht verbrachte ich in Berlin, durfte am nächsten Tag auf dem Event Mengen von Ragusa-Schokoalde verdrücken und flog erleichtert nach Hause. Erleichtert, dass ich den September „gerockt“ hatte. Kaum zu glauben, dass ich es irgendwie immer noch geschafft habe, zwischen den Events zahlreiche Geburtstage der Familie und Freunden einzuplanen. Gerade der September ist in unserer Familien nämlich der Rekordmonat an Feierlichkeiten.

Oktober:

Im Gegensatz zum September war der Oktober etwas „ruhiger“.

Zu Beginn noch ein kleines Highlight vom September /Oktober: Zum ersten Mal war ich in zwei verschiedenen Zeitschriften (WomensHealth sowie dem Funktional Trainer Magazin) zu finden. Dies habe ich zwar nicht an die große Glocke gehängt, aber mich haben zahlreiche Nachrichten erhalten, was mich wahnsinnig gefreut hat 🙂

Anfang des Monats fuhr ich mit meiner besten Freundin nach Köln, da ich einen Termin bei meiner Steuerberaterin hatte. Den privaten Termin konnte ich mit einer Zusammenarbeit für ein Kochvideo verbinden. Wir übernachteten in einem Hotel in Köln und konnten am nächsten Tag somit den Termin für den Dreh wahrnehmen. Dort promotete ich ein neues Öl, was eine Menge Spaß bereitete. Es ist einfach toll, wenn der Job mit so viel Spaß verbunden ist. An solchen Tagen merke ich, dass ich mich definitiv richtig entschieden habe und das Bloggen solange es wie möglich mitnehmen möchte. 

Ein paar Tage später nahm ich noch eine Zusammenarbeit mit einem Wellnesshotel in Ettlingen an und verbrachte dort ein paar Tage. Solche Wochenenden sind immer schön für die Seele. 

Jetzt sind wir schon wieder bei der Mitte des Monats. Ein privates Anliegen, was mich immer noch erfreut: Ein Shooting mit meinen Mädels. Monatelang haben wir dies geplant und ich wir hatten ein spaßigen Tag. Ich muss sagen, dass ich extrem glücklich darüber bin, dass meine Freundinnen, mit denen ich teilweise schon seit der ersten Schulklasse befreundet bin, in allem hinter mir stehen und mich auch in turbulenten Phasen immer wieder auffangen.

Ich bin niemand, der Probleme groß nach außen trägt, aber auch bei mir läuft nicht alles perfekt. Als ich beispielsweise im August in London war, haben sich meine Eltern nach 33 gemeinsamen Jahren getrennt und meine Mutter ist ausgezogen. Seit September wohne ich nun mit meinem Vater in unserem Haus, da mein Bruder im Frühjahr ausgezogen war, was anfangs natürlich eine große Umstellung war. Zusätzlich kamen ein paar andere traurige familiäre Angelegenheiten dazu, die mir monatelang leider ziemlich viel Kraft raubten, aber auf welche ich hier nicht eingehen möchte. All die kleinen Dingen, die einen zum Lachen bringen, sollte man schätzen. Seit diesem Zeitpunkt ist es für mich nochmal wichtiger geworden, Zeit mit der Familie zu verbringen, so lange dies möglich ist. 

Jetzt kommen wir wieder zu den positiveren Dingen 😛:

Am 17.10.2017 hieß es: Ab nach INDONESIEN. Mein Urlaubsbeitrag ist in Bearbeitung- hier muss ich leider sagen, dass ich durch die ganzen Umstände der letzten Wochen noch nicht dazu kam, diesen zu schreiben. Da die Nachfrage ziemlich hoch ist und ich euch natürlich genau über unsere Route und all die tollen, aber zum Teil auch chaotischen Erlebnisse berichten möchte, wird dieser kommende Woche endlich auf meinem Blog zu finden sein 🙂

Eine Sache habe ich im Urlaub definitiv gelernt: Oft hat man vor gewissen Aktivitäten erstmal Angst, würde sie am Liebsten vermeiden und dann bereitet es einem plötzlich umso mehr Spaß und man ist überglücklich, es ausprobiert zu haben. Falls etwas schief geht oder es einem nicht gefällt: Man ist im Nachhinein trotzdem schlauer und weiß, dass man es beim nächsten Mal nicht mehr tut! Du bereust immer nur die Dinge, die du nicht getan hast – sagt man doch so schön 😉

November:

Am 10.11.2017 landeten wir wieder in Deutschland und ich benötigte wieder ein paar Tage, mich der deutschen Zeit anzupassen. Allerdings hatte ich diesmal so gut wie keine Jetlag Probleme, was für mich ziemlich angenehm war. 

Genau eine Woche nach Ankunft, ging es für mich nach München. Dort verbrachte ich ein Wochenende in einem modernen Holzhotel, was wirklich super war. 

Da ich immer noch zahlreiche Nachrichten erhalte, warum ich kurz danach 2 Wochen im Krankenhaus lag und was für Symptome ich zuvor bemerkte, schildere ich alles von Anfang an. Zusätzlich möchte ich mich für alle die süßen Messages bedanken! Ich konnte bis heute noch nicht alles beantworten, aber freue mich unglaublich darüber, wie süß „meine Follower“ zum Teil sind! 🙂

Als es von München nach Hause fuhr, fühlte ich mich leider schon nicht so gut und merkte, dass ich etwas am kränkeln bin. Zwei Tage später wachte ich mit Schüttelfrost und Übelkeit auf. Nach ein paar Stunden ging es mir allerdings wieder etwas besser und ich dachte mir nicht allzu viel dabei. Ich muss sagen, dass ich allgemein nicht so schmerzempfindlich bin und auch nur zum Arzt gehe, wenn es mir ganz schlecht geht. Somit wollte ich mich zu Hause einfach ausruhen. Am Abend wollte ich trotzdem nicht alleine sein und fragte meine Mutter, ob ich bei ihr übernachten kann (ich habe in ihrem Haus ein eigenes Zimmer, aber bin nicht oft dort). Dies kam die letzten Monate nie vor, aber irgendwie hatte ich ein komisches Gefühl, was ich im Nachhinein als „Wink des Schicksal“ betrachte. In dieser Nacht ging es mir nämlich so schlecht wie noch nie in meinem Leben. Ich hatte mit extremer Übelkeit und Bauchschmerzen zu kämpfen. Ich konnte meine Symptome ganz schwer definieren, aber fühlte mich einfach nur elend. Zusätzlich war ich erwärmt, aber hatte kein Fieberthermometer zur Hand. Meine Mutter rief den Bereitschaftsdienst an, da wir ja wissen, dass man dies erst machen soll, bevor man einfach ins Krankenhaus fährt. Der Arzt konnte die Symptome nicht ganz zuordnen, aber vermutete etwas gynokologisches oder tippte auf den Blinddarm. Da ich auch Fieber hatte, beschloss er, dass ich mich im Krankenhaus durchchecken lassen soll. Im Offenbacher Klinikum warteten wir mehrere Stunden und letztendlich wurde ich nach ein paar Untersuchungen mit dem Spruch „kurieren Sie sich zu Hause mit Tee und Zwieback richtig aus“ Heim geschickt. Gegen die Übelkeit sollte ich mir Zäpfchen holen, was wir natürlich direkt taten. Zu Hause schlief ich etwas, fühlte mich aber immer abwesender und verspürte trotz Medikamente keine Besserung – im Gegenteil. Meine Mutter ließ dies keine Ruhe und wir fuhren zu unserem Hausarzt. Dieser musste mich keine 5 Minuten lang anschauen und sagte, dass wir schnellstmöglich ins Krankenhaus sollen. Das Fieber war inzwischen auf über 40 Grad angestiegen und deshalb ging der Arzt von einer Sepsis (Blutvergiftung) mit irgendwelchen „anderen Problemen“ aus. Als ich nun im anderen Krankenhaus ankam, ging alles ziemlich schnell. Nachdem ich unzählige Male Blut abgegeben hatte, wurde ich auf Grund der bestätigten Blutvergiftung stationär aufgenommen. Nun bekam ich direkt eine Antibiose über die Vene, damit diese schnell wirken konnte. Die ersten Tage ging es mir wortwörtlich ziemlich beschissen und ich konnte so gut wie nichts machen. Kaum zu glauben, dass ich tagelang freiwillig auf mein Handy verzichtete, weil es einfach zu anstrengend war. Die ersten 5 Tage hörte ich trotz verschiedener Antibiosen nicht auf zu fiebern und deshalb wurde ich Sonntags notfallmäßig ins CT (Computertomographie / Röhre) geschoben, weil die Ärzte nach einem Ultraschall mit sichtbarer freier Flüssigkeit Bedenken hatten, dass etwas Chirurgisches vorliegt. Letztendlich erkannte man einen Pleuraerguss (Flüssigkeitsansammlung zwischen Lunge / Rippe), etwas freie Flüssigkeit im Bauchraum und eine sehr ausgeprägte Nierenbeckenentzündung sowie beidseitig vergrößerte Nieren. Glücklicherweise aber nichts, was operiert werden musste. Die Ärzte veranlassten noch weitere Untersuchungen und am nächsten Tag war es endlich soweit: Der Chefarzt erklärte mir, dass ein sehr resistenter Keim im Urin / Blut gefunden wurde und wir somit endlich die richtige Therapie (wieder ein anderes Antibiotika) einleiten können. Ab diesem Tag ging es bergauf und genau eine Woche später wurde ich entlassen. Durch was genau die Blutvergiftung kam, ist nicht ganz klar, aber man kann im Nachhinein ja immer nur spekulieren. Höchst wahrscheinlich kam diese durch einen Harnwegsinfekt (aus dem sich ja auch die Nierenbeckenentzündung ergab).

Diese zwei Wochen werde ich wohl niemals vergessen und merke auch, dass mich die ganze Geschichte emotional noch etwas mitnimmt. Zuvor war ich immer nur als Krankenschwester auf Stationen tätig – und nie als Patientin stationär. Schon allein der Gedanke, was passiert wäre, wenn ich länger gewartet hätte, löst viele Gefühle in mir aus. Nun bin ich schon 1,5 Wochen entlassen und muss mich immer noch schonen, da meine Blutwerte noch etwas nachhängen. Hier bin ich selbst aber auch etwas ungeduldig. Ich weiß ja selbst, dass der Körper einfach Zeit für die Regeneration benötigt. Jetzt wo es mir besser geht, glaube ich, dass mir das Leben vielleicht ein Zeichen geben wollte. Ein Zeichen, dass man wirklich die kleinsten Dinge genießen und sich nicht andauernd wegen unwichtigeren Themen aufregen sollte. Zusätzlich habe ich mir für die Zukunft einiges vorgenommen, was ich ändern werde, weil mir nun einfach bewusst wurde, dass ich teilweise nicht gut mit meinem Körper umgegangen bin oder einfach gewisse Dinge getan habe, die mir für die Zukunft sowieso nichts bringen. Schon allein, dass ich zu dem Krankenhaus-Aufenthalt so viele Gedanken habe und so viel hier abtippe, zeigt, wie mich das alles beschäftigt. Ich finde es ziemlich krass, was gerade mal zwei Wochen mit einem machen können, wenn man überlegt, dass manche Menschen wochen- oder monatelang in Krankenhäusern verbringen müssen. Dies macht mich wahnsinnig traurig. 

Dezember:

Vier Tage nach der Entlassung stand eine Weihnachtsfeier von OTTO in Berlin an. Ich weiß, dass dies nicht das beste Schonprogramm war, aber das war das einzige Event, das ich im Dezember nicht absagen wollte, weil ich mich so darauf freute. Somit fuhr ich am Donnerstagmorgen mit dem ICE nach Berlin. Ich merkte zwar selbst, dass alles noch etwas anstrengend für mich war, aber die Feier war super schön. Elena (eine Bloggerin) und ich entspannten nach der Feier nur noch im Hotel und schliefen  auch relativ früh. Die nächsten zwei Tage besuchten wir viele Superfood Cafés, bereiteten Bilder vor und genossen die Zeit in Berlin. Wir blieben bewusst für 2 Nächte dort, damit wir dem Abreisestress entgehen konnten.

Der restliche Dezember sieht ziemlich entspannt aus. Ich hole viele Dates mit Freunden nach, verbringe die Zeit mit Plätzchen backen und arbeite ansonsten. Zusätzlich steht einiges im Haus an, was mein Vater und ich im Dezember noch fertig bekommen möchten. Laut Empfehlung meines Arztes soll ich mit dem Sport-Training noch warten, was ich völlig in Ordnung finde. Ich habe mir vorgenommen, „zwischen den Jahren“ endlich wieder mit etwas Sport zu beginnen, da ich wirklich merke, dass ich die regelmäßige Bewegung und vor allem das Gerätetraining vermisse. 

Übermorgen (17.12.2017) fliege ich mit einer lieben Freundin nach MADRID. Dies ist zwar auch nicht das beste Timing, aber ursprünglich wäre der Reisetermin Ende November gewesen, was wir natürlich canceln mussten. Meine Freundin hat es glücklicherweise nach vielen Telefonaten geschafft, alles zu stornieren und die Flüge kostenlos umzubuchen, obwohl wir keine Reiserücktrittsversicherung hatten. Somit freue ich mich riesig, dass wir uns 4 Tage die Stadt anschauen können. Am 20.12 landen wir schon wieder in Deutschland und ab dann sind die meisten Leute ja schon so langsam in Feiertagsstimmung. Ich freue mich auf die entspannten Tage und vor allem auf den Besuch meiner Schweizer Familie über Weihnachten. 

2017 ist das erste Jahr seit langer Zeit, an dem ich an Weihnachten oder Silvester NICHT im Krankenhaus arbeiten muss. Irgendwie ist es cool, einfach mal zu wissen, dass man frei hat. Ich denke, dass ich die Tage dann umso mehr genießen kann. Ein bisschen traurig bin ich trotzdem, da sich vor allem an Weihnachten die Patienten umso mehr gefreut hatten, wenn man Dienst hatte. Ich merke, dass ich gedanklich noch ziemlich oft an meinem alten Arbeitsplatz oder eher gesagt lustigen Momenten mit meinen alten Kollegen oder Patienten hänge. Dies finde ich wirklich interessant, da ich gerade mal ein Jahr dort als examinierte Kinderkrankenschwester angestellt war. Allerdings kann man in einem Jahr sehr viele Dinge erleben, was ich ja auch an meinem derzeitigen Rückblick bemerke.

Silvester wird wie jedes Jahr ziemlich spontan geplant, aber ich bin mir sicher, dass es toll wird. Allerdings finde ich eh, dass Silvester immer etwas überbewertet ist 😀

Nun wünsche ich euch noch zwei schöne Dezemberwochen im JAHR 2017 und hoffe, dass ihr motiviert ins neue Jahr startet! Ich hoffe auch, dass ihr die restliche Zeit ohne Stress genießen könnt.

Übrigens hätte ich euch von den jeweiligen Events gerne mehr Bilder eingefügt, aber da mir mein Handy in Indonesien geklaut wurde, hatte ich leider nur noch auf einzelne Dateien Zugriff 🙁

P.S.: Macht euch nicht so viele Gedanken über Weihnachtsgeschenke – ich habe beispielsweise auch noch keine! 😀 

Eure @_healthymichelle 🙂

2 Kommentare
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healthymichelle

2 Kommentare

  1. Melanie
    22. Dezember 2017 at 10:17 pm

    Toller Beitrag

    • healthymichelle
      27. Dezember 2017 at 4:22 pm

      danke 🙂

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